Außerdem war mein Kopfweh heute früh wieder zurück. Und zusätzlich noch ein bisschen Halsweh, aber das ist ja kein Wunder. Ich fühlte mich heute früh auf jeden Fall vollkommen zerschlagen. Na das konnte ja heiter werden.
Ich telefonierte und surfte ein bisschen und genoss zum ersten Mal die Adventszeit - bei Keksen von Mama und mit meinem Adventskranz, der bisher kaum gebrannt hatte. Mensch, da haben wir schon fast den dritten Advent und die Kerzen stehen hier noch so hoch. So geht das aber nicht. Außerdem schrieb ich am Blog. Man hat es nicht gemerkt, aber ja, ich habe halbwegs regelmäßig geschrieben. Nur zum Veröffentlichen kam ich nicht, weil ich keine Zeit hatte, die Fotos zu bearbeiten. Deshalb kam da ein bisschen Verzug rein... den ich jetzt langsam aufarbeiten muss. Hoffentlich wirds nicht noch schlimmer, bevor es besser wird! Aber jetzt gebe ich nicht mehr auf, sechs Wochen vor meinem Rückflug. Das wäre ja gelacht.
Um vier brachte ich schnell meine Kleiderspenden zur Kirche - um zum Gottesdienst zu bleiben reichte die Zeit nicht wirklich. Ein spätes Mittagessen noch und dann ging ich los. Es war kalt, ich hatte Kopfweh, und es war einfach nur bäh. ;) Im Castro-Bezirk angekommen liefen überall Weihnachtsmänner oder Leute mit Weihnachtsmützen rum - ich hatte irgendwie am Rande mitbekommen, dass heute irgendwo was mit Weihnachtsmützen war. Eine Art Flashmob oder so... das war aber definitiv nicht im Castro gewesen. Hm. Vielleicht war das auch was ganz anderes.
Im gleichen Laden wie am Dienstag traf ich auch dieses Mal das gleiche Mädel wieder. Verrückt. Wir hatten noch Zeit und keine Lust draußen in der Kälte zu warten, also blieben wir da eine Weile drin. Und was ich entdeckte dürfte zukünftige Schwaben in Kalifornien unter Umständen interessieren:

Ich kaufte eine Packung Müsli, da meines mittlerweile so gut wie leer ist. Das geht weg wie warme Semmeln bei mir... witzigerweise landeten wir bei der gleichen Verkäuferin wie letzten Dienstag, die sich auch noch an uns erinnerte. Na, da hat mein Schal aber bleibenden Eindruck hinterlassen!In der Kirche war es eisig kalt, und wenn wir uns nicht gerade einsangen oder ein bisschen probten froren wir. Okay, ehrlich gesagt froren wir auch währenddessen... was ist das nur, mit dieser Kälte überall? Von unserem Chorleiter hörten wir nach der Frauenchorprobe noch ein großes Lob, er hätte vor zwei Wochen nicht gedacht, dass wir das schaffen würden. Ich ehrlich gesagt auch nicht :D Der Freund von N. war dieses Mal da, um das Konzert professionell aufzunehmen. Also nicht mit Kamera, sondern nur den Ton. Ich freue mich schon auf die Aufnahme, das wird sicher super! Eine CD kostet 10 Dollar, was wirklich nicht gerade viel ist für den Aufwand. Das sind ja nicht mal 8 Euro. Morgen werd ich mir dann auch eine bestellen.
Um acht startete dann das Konzert. Der Frauenchor klappte ganz gut, auch wenn wir am Ende total den Abgang versemmelten. Mal ausnahmsweise nicht meine Schuld, ich stand dieses Mal, im Gegensatz zum letzten Mal, in der zweiten Reihe und musste eben warten, was die erste macht. Und die bekam es nicht hin. Gut, dass ich da nicht stand! Naja, was solls. Ist ja schließlich nicht gerade das Wichtigste bei einem Konzert, auch wenns natürlich komisch aussieht. Als nächstes kam ein kleines Ensemble. Sie sangen eine wunderschöne Variante von "Silent Night", also "Stille Nacht" auf englisch, a capella. Ich hoffe, das wird auf der CD auch so wunderbar klingen! Der nächste Song war "I'm dreaming of a white christmas", aber in einer eher peppigeren Art. Klang auch genial! Danach war der Kammerchor an der Reihe - und das Ewigkeiten. Meine Güte, das dauerte wirklich lang! Und ich kannte die meisten Stücke ja schon... Das letzte Stück aber ist der Hammer.
Trotzdem, ich freute mich, als dann endlich die Pause anbrach. Es war schon viertel vor zehn - die meisten Konzerte würden jetzt enden und nicht erst in die Pause gehen. Die Pause war nötig, weil nun das Orchester aufbaute. Nach diesen zehn oder fünfzehn Minuten wurde noch ein Solo gesungen, bevor dann endlich der Unichor dran war - Vivaldis Gloria. Es klappte ebenfalls ganz gut, so, dass man zufrieden sein kann, und um halb elf war der Spuk dann endlich vorbei. Gut, ich gebe zu - ich hätte noch bleiben und beim abbauen helfen sollen. Aber es war halb elf! Und ich mit den Öffentlichen unterwegs. Okay, ganz ehrlich, der Hauptgrund war, dass ich mittlerweile todmüde und am verhungern war. Also einfach nicht in der Lage, noch aufzuräumen, und ich versprach in Gedanken, es morgen gutzumachen. Da würde das Konzert ja früher sein, demnach auch früher enden und ich hoffentlich nicht so erschöpft sein. Hin und wieder darf man auch mal egoistisch sein. Auch wenns nicht toll ist, ich gebs ja zu. Aber ich helf sonst meistens irgendwo aus, und manchmal gehts einfach nicht anders. Ich glaube, so eine große Hilfe wäre ich nun auch nicht gewesen...
Und irgendwo war die Entscheidung auch gut. Denn meine Bahn kam zwei Minuten, nachdem ich an der Haltestelle war, und wer weiß, wann die nächste kam. Um diese Zeit kann man gut mal eine Dreiviertelstunde warten. Und bis dahin wäre ich bei der Kälte erfroren und außerdem noch verhungert ;) Nene, war schon gut so. So war ich nämlich schon um elf zu Hause, konnte in Ruhe noch was essen und dann nach einem kurzen Telefonat mit "Nach Hause" ins Bett gehen. Drei von vier erledigt. Fehlt noch eins.
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