Geschaaaaaaafft! - würde Hiro Nakamura jetzt rufen. Ob ich das tue... keine Ahnung. Ehrlich. Ich fühle mich irgendwie nicht arg viel besser wie gestern... Aber fangen wir von vorne an.
Die Nacht heute war fürchterlich. Erst schlief ich nicht ein (was bei mir selten vorkommt) und dann wachte ich vor dem Wecker auf (was noch seltener vorkommt). Außerdem träumte ich miese Sachen. Keine guten Voraussetzungen also...
Nach dem aufstehen klappt alles aber ganz gut. Ich packe mich voller Glücksbringer (wenn die nicht gewirkt haben dann deshalb weil sie sich gegenseitig aufheben oder so) - SW-Shirt, SW-Socken, RedThree-Kette, Rogue Squadron-Schweißband und das kleine Ich bin Ich wandern in den Rucksack. Das muss doch reichen!
Auf dem Weg bleibe ich weitesgehend ruhig, bin aber dennoch zu unruhig um noch viel Vokabeln zu lernen. Macht nix... was jetzt nicht drin ist ist halt nicht drin. An der Gebäudetür hängt ein Zettel - Gruppe A in den ersten, B in den zweiten Stock. Ähm, bin ich jetzt A oder B? Egal. Hinter mir betritt noch ein weiterer junger Mann das Haus, wir suchen zusammen den Raum. Irgendwo sitzen einige Twens, das scheint der richtige zu sein. Auf dem Tisch liegen "Confirmations" - Erklärungen, dass wir den Test selbst erledigen und nix aus dem Inhalt verraten. Hier sind ebenfalls Unterteilungen in A und B vogenommen, wir entschließen uns einfach irgendeinen Zettel zu schnappen und setzen uns hin um den Text abzuschreiben (jaaa, das musste von Hand noch mal abgeschrieben werden... o_O). Nach einigem Warten (mittlerweile ist es ungefähr viertel nach elf, der Test ist auf 12 angesetzt) werden die Leute der Gruppe A aufgerufen. Ich bin nicht dabei, genausowenig wie der Typ und meine Nebensitzerin. Ein Blick in Raum A hat aber zumindest schon mal eines offenbart - Trennwände gibt es keine. Und da dies der Raum mit den Computern ist wird mein Raum der mit den Laptops sein, das habe ich im Internet schon nachgelesen. Stört mich jetzt nicht so... Daheim habe ich ja auch auf dem Laptop geübt.
Die Zeit vergeht. Kurz nach halb 12 werden wir von einer Dame in den zweiten Stock geführt. Der Raum besteht aus 4 oder 5 Sitzreihen, es gibt aber nur zwei Reihen voller Laptops. Wir wundern uns... Egal. Jeder setzt sich erst einmal hin, wir bekommen eine kurze Einführung. Alles wie gehabt, bis auf... "Sind die Tastaturen auf deutsch eingestellt?" frage ich. Denn die Laptops besitzen deutsche Tastaturen. Nein, antwortet die Dame, sie sind auf englisch eingestellt. Wir würden später noch eine Zeichnung bekommen wo welche Zeichen auf der Tastatur zu finden seien. Das ist der Moment in der ein Mädel hinter mir dann vollends denkt dass sie sich das nicht gefallen lässt. Denn zu Recht beschwert sie sich über die Bedingungen, die hier herrschen. Deutsche Tastaturen, wir sitzen fast Schulter an Schulter, es gibt keine Trennwände. Wie soll das funktionieren? Ich bin heilfroh auf meiner Tastatur das englische tippen schon geübt zu haben. Anderen geht das leider nicht so.
Nach ein paar Minuten müssen wir den Raum wieder verlassen. Es ist ihnen wohl aufgefallen, dass da ein paar Laptops fehlen... Die müssen jetzt erst noch aufgebaut werden.
Eigentlich sollte der Test um halb beginnen, wenn alle da sind, es ist jetzt schon 10 vor 12. Und wir sind noch nicht registriert. Wir wandern wieder abwärts, die andere Gruppe hat schon begonnen. Im Raum unterhalten wir uns gut, ich vergesse zeitweise, weshalb ich eigentlich hier bin. Meine Nervosität sinkt und kommt nur dann zum Vorschein wenn ich mich erschrocken an den Grund erinnere. Fünf nach 12 dürfen wir wieder hoch. Von jedem wird ein Foto gemacht - die meisten fallen katastrophal peinlich und schlecht aus, ich habe halbswegs Glück, mein Foto ist zumindest nicht so peinlich dass ich meine Resultate nirgendwo vorzeigen werde. Nach dem Foto und der Anmeldung darf jeder seinen Laptop suchen wo sein Bild erscheint. Ostern im September! Und dann geht es ganz schnell, denn plötzlich kann begonnen werden.
Netterweise dürfen wir sowohl trinken als auch essen auf dem Tisch behalten. Ich lege zu meinem Brötchen noch meine Immodium akut Tabletten, man weiß ja nie, was mein Magen sich wieder ausdenkt. So fühle ich mich auf jeden Fall sicherer. Und los gehts!
Zuerst wird das Mikro getestet. Warum, keine Ahnung - denn im ersten Teil vor der Pause gibts ja noch nix zum Sprechen. Die Kopfhörer lasse ich aber dennoch auf, denn es ist nicht gerade leise im Raum. So fühle ich mich ein bisschen mehr abgeschottet. Meine ehemalige Nebensitzerin war da schon cleverer, sie hat sich Ohropax mitgenommen.
Die erste Sektion ist das Reading. Die Texte sind länger als beim üben und auch irgendwie noch schwerer. Ich komme nur langsam voran. Für jeden Text reize ich fast die ganze Zeit aus und merke wie mir die anderen davon rasen. Die sind schon viel weiter als ich... Nur ein Text liegt mir, in diesem Thema kenne ich mich gut aus. Hier gewinne ich ein bisschen Zeit. Dummerweise beinhaltet diese Sektion diesmal ganze 5 Texte - das heißt 100 Minuten vollste Konzentration. Das ist wirklich nicht einfach und oft rate ich weil ich merke, wie mir die Zeit und Konzentration davonrennt.
Ich bin heilfroh als dieser Abschnitt vorbei ist. Es folgt das Listening. Das ist wirklich nicht schwer, ich bin mir zwar bei einigen wenigen Antworten nicht sicher, die meisten dürften aber stimmen. Vor lauter Panik, dass die anderen längst mit dem Sprechen anfangen wenn ich noch beim Listening bin beeile ich mich. Und bin am Ende total verwirrt dass ich als eine der ersten von meinem Bildschirm in die Pause entlassen werde. Waren das schon drei Listenings? Das kann doch nicht sein, da stimmt doch was nicht... Unsicher frage ich bei der Aufpasserin nach, sie versteht mich, glaube ich, nicht ganz, beruhigt mich und sagt das sei normal. Okay, wenn sie meint... Ich schnappe mein Brötchen und mache mich auf den Weg nach draußen. Toilette und dann schnell ein bisschen was in meinen sich schon beschwerenden Magen packen! Mir folgt ein anderer netter Typ. Ihn frage ich unsicher wie viele Listenings er hatte. Drei... Hm, ich kann mich wirklich nur an zwei erinnern. Aber sein letztes war das gleiche wie meins, dann wirds wohl stimmen.
Draußen kommen dann noch andere nach, die meisten sind jetzt in der Pause. Wir unterhalten uns ein wenig, die anderen haben die gleichen Eindrücke wie ich. Schweres Reading, leichtes Listening. Ich mache mich wieder auf den Weg nach drinnen denn meine Pause dürfte bald vorbei sein. Langsam werde ich nervös, denn jetzt folgt meine Todesdisziplin, das Speaking. Ich mache mir ein paar Notizen woran ich denken muss. Und dann geht es ratz fatz - Peng, da ist die Sektion schon vorbei. Zwischendurch hatte ich wahnsinnig zittrige Hände und war kaum in der Lage, mir Notizen zu machen. Aber hey, jetzt ist es geschafft! Jetzt kommt nur noch das Writing... Ein Klacks!
So ein Klacks ist es dann doch nicht, auch wenn ich nicht denke dass ich absoluten Mist geschrieben habe. Aber es geht gut voran und am Ende verlasse ich den Raum als zweite, alle anderen sind noch beim Test. Ich habe mich irgendwie vom fast letzten zum fast ersten hochgehangelt. Ich weiß nicht, wie...
Ich schnappe mir Rucksack und Jacke und flüchte. Draußen ziehe ich mich an und merke, wie die Anspannung meinen Körper verlässt. Und wie er jetzt anfängt zu zittern ob der psychischen Anstrengung. Ich fühle mich völlig leer und erschöpft, das Ganze war fast anstrengender als das Abi. Naja, kommt vielleicht ans Mathe-Abi ran... Am liebsten würde ich jetzt was essen und mich ins Bett legen, das geht ja aber kaum. Also fahre ich hungrig nach Hause und mache zwischendurch noch einen Abstecher in den Hugendubel um mir meine mir selbst versprochene Belohnung abzuholen - das neue Star Wars Buch. Allerdings bin ich in der Bahn fast zu müde und erschöpft, um zu lesen - was wirklich nicht oft vorkommt.
Was soll ich nun sagen? Die Organisation war nicht die Beste, zugegeben. Aber es war okay, man muss eben mit manchen Dingen einfach rechnen. Trennwände wären nett gewesen, aber mal ehrlich... wenn ich nun eine eventuell niedrige Punktzahl auf die Bedingungen schieben würde wäre das als wenn man den Schiri beschimpft obwohl man schlecht gespielt hat. Nein, man muss selber genug tun, dann kann einen sowas auch nicht stören (obwohl es manchmal wirklich sehr irritierend war...).
Meine Einschätzung? Keine Ahnung. Kann super gewesen sein oder eine Katastrophe... Das Speaking war besser als gedacht, das Reading schlechter. Ich fühle auch keine besonders große Erleichterung wie ich eigentlich gedacht hatte. Nun gut.
Heute abend gehts erst mal mit meiner Schwester ins Kino. Auch zur Belohnung. Duell der Magier.
Ich hoffe ich schlafe vor Erschöpfung nicht ein.
Samstag, 25. September 2010
Freitag, 24. September 2010
Countdown 3 - Jetzt gilts.
Okay, jetzt ist es bald so weit. In 14 Stunden werde ich wohl, wenn alles glatt geht, an einem Computer oder Laptop sitzen und Fragen beantworten. Wenn ich daran denke wird mir schlecht... Andererseits, Halleluja dass es dann endlich vorbei ist. Ich habe teils sehr panische aber auch ruhige Momente. Es ist ja gar nicht schlimm... wenn ich "durchfalle" geht das Leben weiter. Oder, wenn ich mal zitieren darf (viele Grüße an Vuffi!): "losing your planet isn't the end of the world". Jaaa, ich weiß... Aber mal ehrlich, wer von euch wäre jetzt am Abend vorher vollkommen gechillt? Ich zumindest kann das nicht, vor allem weil ich weiß dass es verdammt knapp wird. Wäre da das Sprechen nicht wäre ich viel ruhiger, aber so ist es nicht.
Und ich verspreche euch, das ist erst einmal der letzte Eintrag mit solchem Nervenflattern *g* Bis zum nächsten solchen wirds wohl noch ein paar Monate dauern - dann nämlich wenn ich kurz davor bin abzuheben. Egal wohin ;)
Und so ists ja - Cardiff würde sich sicherlich sehr freuen mich als Studentin zu kriegen. Nein, nicht wegen mir persönlich ;) Sondern weil die meisten Austauschstudenten, die da hin sollten, im letzten Moment abgesagt haben. Dann freuen die sich sicher riesig wenn man jemand kommt ;)
Ich werd mich dann wohl aufs Ohr hauen. Auch wenn ich jetzt noch nicht schlafen kann... Aber wenigstens lieg ich dann schon im Bett und bin bereit dafür. Drückt mir die Daumen, ich werde es sicher brauchen...
Und ich verspreche euch, das ist erst einmal der letzte Eintrag mit solchem Nervenflattern *g* Bis zum nächsten solchen wirds wohl noch ein paar Monate dauern - dann nämlich wenn ich kurz davor bin abzuheben. Egal wohin ;)
Und so ists ja - Cardiff würde sich sicherlich sehr freuen mich als Studentin zu kriegen. Nein, nicht wegen mir persönlich ;) Sondern weil die meisten Austauschstudenten, die da hin sollten, im letzten Moment abgesagt haben. Dann freuen die sich sicher riesig wenn man jemand kommt ;)
Ich werd mich dann wohl aufs Ohr hauen. Auch wenn ich jetzt noch nicht schlafen kann... Aber wenigstens lieg ich dann schon im Bett und bin bereit dafür. Drückt mir die Daumen, ich werde es sicher brauchen...
Generalprobe
Besser spät als nie habe ich mich vorhin daran gemacht einmal einen kompletten Test am Stück durchzuziehen. Was eine sehr gute Entscheidung war...
Ich habe festgestellt dass ich vor den ersten beiden Teilen eigentlich kaum Angst haben muss. Beide habe ich in weniger als der zur Vefügung stehenden Zeit beenden können und auch gute Punktzahlen erreicht. Reading waren 86 Prozent, beim Listening kamen zumindest noch 80 Prozent bei raus. Zahlen mit denen ich gut leben könnte ;)
Dann aber die Sektion vor der ich am Meisten Angst hatte und auch am wenigsten geübt habe - einfach wegen der Möglichkeiten. Sprechen üben ist gar nicht so einfach wie lesen oder hören. Nun, das hat sich auch deutlich gezeigt. Ich habe bei jeder Aufgabe vollkommen versagt, wenn es gut lief wenigstens rumgestottert, bei manchen aber keinen Ton von mir geben können. 15 Sekunden Vorbereitungszeit sind aus heiterem Himmel einfach zu wenig. Und dann wiederum gibt es 30 Sekunden bei Aufgaben wo man ohnehin schon Notizen hat. Hier war die Zeit oft zu lang... Ich vermute im Ernstfall hätte ich in dieser Sektion vielleicht zwei, höchstens drei Punkte bekommen. Von 30. Ja, das war richtig, richtig mies.
Das Schreiben war dann wieder nicht ganz so schlecht. Für 60 Prozent dürfte das ausreichen, wenn auch nicht für viel mehr. Aber das würde ja immerhin schon genug sein.
Vor lauter Schock über mein Versagen habe ich gleich noch einmal einen Test gemacht, diesmal aber nur das Speaking. Nun gut, jetzt lief es besser. Zumindest hatte ich keine Zwanzig Sekunden langen Lücken mehr und teils redete ich sogar die ganze Zeit über. Im Schnitt würde es wohl 2 von 5 Punkten für jede Aufgabe geben. Was unter 60 Prozent wäre, aber mit den 80 von den ersten beiden Kategorien auszugleichen wäre.
Das heißt dass ich im Endeffekt nur nicht die Nerven verlieren darf wie beim ersten Versuch. Wo ich absolut nicht mehr wusste was ich von mir geben soll. Weitersprechen, immer nur weitersprechen heißt die Devise. Und wenn es der größte Schwachsinn ist...
Ich habe also Chancen zu bestehen. Wenn auch nicht die allergrößten... Aber immerhin, die Chancen sind da.
Was mich allerdings nicht davon abhält, in große, riesengroße, galaxisgroße Panik zu verfallen. AH!
Ich habe festgestellt dass ich vor den ersten beiden Teilen eigentlich kaum Angst haben muss. Beide habe ich in weniger als der zur Vefügung stehenden Zeit beenden können und auch gute Punktzahlen erreicht. Reading waren 86 Prozent, beim Listening kamen zumindest noch 80 Prozent bei raus. Zahlen mit denen ich gut leben könnte ;)
Dann aber die Sektion vor der ich am Meisten Angst hatte und auch am wenigsten geübt habe - einfach wegen der Möglichkeiten. Sprechen üben ist gar nicht so einfach wie lesen oder hören. Nun, das hat sich auch deutlich gezeigt. Ich habe bei jeder Aufgabe vollkommen versagt, wenn es gut lief wenigstens rumgestottert, bei manchen aber keinen Ton von mir geben können. 15 Sekunden Vorbereitungszeit sind aus heiterem Himmel einfach zu wenig. Und dann wiederum gibt es 30 Sekunden bei Aufgaben wo man ohnehin schon Notizen hat. Hier war die Zeit oft zu lang... Ich vermute im Ernstfall hätte ich in dieser Sektion vielleicht zwei, höchstens drei Punkte bekommen. Von 30. Ja, das war richtig, richtig mies.
Das Schreiben war dann wieder nicht ganz so schlecht. Für 60 Prozent dürfte das ausreichen, wenn auch nicht für viel mehr. Aber das würde ja immerhin schon genug sein.
Vor lauter Schock über mein Versagen habe ich gleich noch einmal einen Test gemacht, diesmal aber nur das Speaking. Nun gut, jetzt lief es besser. Zumindest hatte ich keine Zwanzig Sekunden langen Lücken mehr und teils redete ich sogar die ganze Zeit über. Im Schnitt würde es wohl 2 von 5 Punkten für jede Aufgabe geben. Was unter 60 Prozent wäre, aber mit den 80 von den ersten beiden Kategorien auszugleichen wäre.
Das heißt dass ich im Endeffekt nur nicht die Nerven verlieren darf wie beim ersten Versuch. Wo ich absolut nicht mehr wusste was ich von mir geben soll. Weitersprechen, immer nur weitersprechen heißt die Devise. Und wenn es der größte Schwachsinn ist...
Ich habe also Chancen zu bestehen. Wenn auch nicht die allergrößten... Aber immerhin, die Chancen sind da.
Was mich allerdings nicht davon abhält, in große, riesengroße, galaxisgroße Panik zu verfallen. AH!
Donnerstag, 23. September 2010
Countdown 2
Jetzt sind es nur noch zwei Mal schlafen. Weniger als 48 Stunden... Langsam erfasst mich dann doch eine leichte Panik. Heute habe ich sogar zwei Essays geschrieben, war ein wenig unterwegs und habe ein bisschen meine Wörter gelernt. Ich mache mir langsam richtige Vorwürfe, nicht genug gelernt zu haben - andererseits weiß ich aber genau dass ich, auch wenn der Test erst in zwei Wochen wäre, vermutlich auch nicht mehr gelernt hätte. Ich hätte vermutlich einfach später angefangen... Dennoch, ein bisschen mehr Übung hätte nicht geschadet. Ich habe Angst, mich vollkommen zu blamieren und den Traum übermorgen zu zerstören.
Naja, andererseits - wenn ich den Toefl bestehe bin ich auch so gut wie drüben, außer es kommt noch was Geldtechnisches dazwischen. Kein Stipendium zum Beispiel wäre richtig bescheiden... Aber darum kann ich mir Sorgen machen wenn ich es darf.
Wo ist nur meine "Wenns klappt, dann klappts - wenn nicht, dann nicht!"-Einstellung hin? Die hat sich irgendwie in den letzten Stunden verflüchtigt. Hat sich nen X-Wing geschnappt und ist zu den Sternen geflogen... So ein Mist. Dabei hätte ich so eine Coolness ganz dringend gebraucht.
Naja, andererseits - wenn ich den Toefl bestehe bin ich auch so gut wie drüben, außer es kommt noch was Geldtechnisches dazwischen. Kein Stipendium zum Beispiel wäre richtig bescheiden... Aber darum kann ich mir Sorgen machen wenn ich es darf.
Wo ist nur meine "Wenns klappt, dann klappts - wenn nicht, dann nicht!"-Einstellung hin? Die hat sich irgendwie in den letzten Stunden verflüchtigt. Hat sich nen X-Wing geschnappt und ist zu den Sternen geflogen... So ein Mist. Dabei hätte ich so eine Coolness ganz dringend gebraucht.
Mittwoch, 22. September 2010
Schock
Ja, ich hatte vor einer halben Stunde wirklich einen richtigen Schock als ich mal in Ruhe die Abläufe des Testtages durchgegangen bin. Das ist ja wirklich richtig präzise was da ab geht, alles genauestens geregelt und durchgeplant. Und zum ersten Mal wurde mir bewusst dass ich da ja die ganze Zeit drinsitzen muss - Pech, wenn man auf die Toilette muss oder ähnliches. Man darf zwar raus, aber die Zeit läuft natürlich weiter. Logisch. Trotzdem aber dumm ;)
Nein, das war es nicht, was mich geschockt hat. Geschockt hat mich folgender Satz:
Accent marks such as the caret (ê), cedilla (Ç), tilde (ñ), grave accent (è), and umlaut(Ö) are not supported by this application. Please do not use these characters when creating your profile. If these characters appear on your legal ID, it should not prevent you from being admitted to the testing center.
Ja was denn nun?!? Ich gehe einfach mal davon aus, dass alles stimmt. Jetzt noch per Mail nachfragen kann dauern - man soll 3-6 Wochen einplanen. Und anrufen in den Niederlanden muss, finde ich, nicht unbedingt sein. Ich bin doch sicher nicht die erste mit Umlaut im Namen. Ich denke also nicht, dass das ein Problem sein wird... Dennoch frage ich mich, was genau dann mit "english letters" gemeint ist? Sicher verstehe ich irgendwas einfach nicht und alles ist ganz logisch, ich habe sicher wieder Tomaten auf den Augen. Wenn jemand mich hier aufklären kann und mir meine doch noch etwas vorhandene Panik (wenn auch nicht mehr so groß nach dem schwarz auf weiß) nehmen kann - bitte! Sehr gerne...
Nein, das war es nicht, was mich geschockt hat. Geschockt hat mich folgender Satz:
- To be admitted to the test center, all passports and other IDs must be in English-language letters and have your signature.
Accent marks such as the caret (ê), cedilla (Ç), tilde (ñ), grave accent (è), and umlaut(Ö) are not supported by this application. Please do not use these characters when creating your profile. If these characters appear on your legal ID, it should not prevent you from being admitted to the testing center.
Ja was denn nun?!? Ich gehe einfach mal davon aus, dass alles stimmt. Jetzt noch per Mail nachfragen kann dauern - man soll 3-6 Wochen einplanen. Und anrufen in den Niederlanden muss, finde ich, nicht unbedingt sein. Ich bin doch sicher nicht die erste mit Umlaut im Namen. Ich denke also nicht, dass das ein Problem sein wird... Dennoch frage ich mich, was genau dann mit "english letters" gemeint ist? Sicher verstehe ich irgendwas einfach nicht und alles ist ganz logisch, ich habe sicher wieder Tomaten auf den Augen. Wenn jemand mich hier aufklären kann und mir meine doch noch etwas vorhandene Panik (wenn auch nicht mehr so groß nach dem schwarz auf weiß) nehmen kann - bitte! Sehr gerne...
Countdown
Noch drei mal schlafen.
Im Normalfall habe ich das als Kind immer dann ausgerechnet wenn es auf etwas tolles, großes zuging - Geburtstag, Weihnachten, Ostern, ... Heute mache ich es umgedreht. Ich zähle schon die Nächte bis zum großen Tag, bis zur großen Blamage oder bis zum Bangen obs gereicht haben wird. Ich bin jetzt gerade sehr zwiegespalten. Einerseits denke ich mir, dass ich noch viel lernen muss, pauken was das Zeug hält. Immerhin habe ich bisher noch nicht genug getan! Die andere Seite denkt sich - was du bis jetzt noch nicht drin hast schaffst du in den drei Tagen auch nicht, und überhaupt, entweder es klappt oder nicht. So oder so, auf jeden Fall habe ich jetzt ein Dauer-Schlechtes Gewissen.
Außerdem bin ich zwigespalten ob der Gefühle über diesen Tag. Ja, einerseits habe ich eine riesige Angst, fast so, als müsste ich den Todesstern attackieren. Ich habe eine wahnsinnige Panik zu versagen, Mist zu bauen oder einfach nur eingestehen zu müssen dass ich richtig schlecht bin. Und auf der anderen Seite freue ich mich fast darauf. Warum? Weil der Mist dann endlich vorbei ist, so oder so. Dann brauche ich nicht mehr denken, warum ich heute kein englisch gelernt hab, es reicht dann, mir Vorwürfe zu machen dass ich nicht geübt oder für die Uni gelernt habe.
Ich mache nicht mehr viel. Ich schreibe noch mein tägliches Essay, lese englische Bücher. Und mache kleine Grammatik-Übungen im Internet, die aber nur fürs schriftliche helfen werden.
Ich weiß, wenn alles gut läuft kann ich es schaffen. Das Listening hat bisher richtig gut geklappt, wenn ich mich beim Reading anstrenge und nicht in Panik gerate wird das auch funktionieren. Writing - naja gut, das kommt aufs Thema an, aber wenn es nicht der allergrößte Mist ist ist die einzige Gefahr hier dass ich ebenfalls Panik bekomme und mir die Zeit nicht reicht. Aber alle diese drei Aufgaben könnte ich meistern, mit Glück sogar gut.
Wenn da nicht das Speaking wäre... dafür habe ich allergrößten Respekt. Vor allem weil man unter diesem absoluten Zeitdruck steht. Frage, 15 Sec. Vorbereitung, 60 Sec. Sprechen. Hilfe! Hier könnte ich wirklich absolut versagen. Aber gerade das kann ich auch kaum üben. Sicher, ich spreche mittlerweile oft englisch vor mich hin, aber das ist etwas völlig anderes.
Ich werde wirklich froh sein wenn der Test gelaufen ist. Ich bin mittlerweile schon vollkommen verwirrt was das Schreiben angeht. Denn im icq schreibe ich "auf englisch", meine Essays natürlich auch. Aber alles andere schreibe ich noch immer in der deutschen Tastatur. Warum? Einerseits mag ich es selber nicht so sehr, wenn ich irgendwo im Internet einen Text ohne Umlaute lesen muss. Andererseits aber will ich schließlich das deutsche Tippen nicht vollkommen verlernen und es geht außerdem viel schneller. Dieses Hin und Her führte aber jetzt dazu, dass ich nicht mehr weiß wo ich wie schreibe. Es kam sogar schon vor, dass ich in einer sms anstatt "ü" "ue" schrieb... Und auch hier in diesem Blog wollte ich am Anfang andere Tasten verwenden. Und als ich heute ein deutsches Wort "auf englisch" las und mich wunderte, was das für ein seltsames Wort nur sei... tja, da habe ich festgestellt dass es wirklich langsam Zeit ist dass es vorbei ist.
Noch 72 Stunden, dann ist es definitiv vorbei.
Im Normalfall habe ich das als Kind immer dann ausgerechnet wenn es auf etwas tolles, großes zuging - Geburtstag, Weihnachten, Ostern, ... Heute mache ich es umgedreht. Ich zähle schon die Nächte bis zum großen Tag, bis zur großen Blamage oder bis zum Bangen obs gereicht haben wird. Ich bin jetzt gerade sehr zwiegespalten. Einerseits denke ich mir, dass ich noch viel lernen muss, pauken was das Zeug hält. Immerhin habe ich bisher noch nicht genug getan! Die andere Seite denkt sich - was du bis jetzt noch nicht drin hast schaffst du in den drei Tagen auch nicht, und überhaupt, entweder es klappt oder nicht. So oder so, auf jeden Fall habe ich jetzt ein Dauer-Schlechtes Gewissen.
Außerdem bin ich zwigespalten ob der Gefühle über diesen Tag. Ja, einerseits habe ich eine riesige Angst, fast so, als müsste ich den Todesstern attackieren. Ich habe eine wahnsinnige Panik zu versagen, Mist zu bauen oder einfach nur eingestehen zu müssen dass ich richtig schlecht bin. Und auf der anderen Seite freue ich mich fast darauf. Warum? Weil der Mist dann endlich vorbei ist, so oder so. Dann brauche ich nicht mehr denken, warum ich heute kein englisch gelernt hab, es reicht dann, mir Vorwürfe zu machen dass ich nicht geübt oder für die Uni gelernt habe.
Ich mache nicht mehr viel. Ich schreibe noch mein tägliches Essay, lese englische Bücher. Und mache kleine Grammatik-Übungen im Internet, die aber nur fürs schriftliche helfen werden.
Ich weiß, wenn alles gut läuft kann ich es schaffen. Das Listening hat bisher richtig gut geklappt, wenn ich mich beim Reading anstrenge und nicht in Panik gerate wird das auch funktionieren. Writing - naja gut, das kommt aufs Thema an, aber wenn es nicht der allergrößte Mist ist ist die einzige Gefahr hier dass ich ebenfalls Panik bekomme und mir die Zeit nicht reicht. Aber alle diese drei Aufgaben könnte ich meistern, mit Glück sogar gut.
Wenn da nicht das Speaking wäre... dafür habe ich allergrößten Respekt. Vor allem weil man unter diesem absoluten Zeitdruck steht. Frage, 15 Sec. Vorbereitung, 60 Sec. Sprechen. Hilfe! Hier könnte ich wirklich absolut versagen. Aber gerade das kann ich auch kaum üben. Sicher, ich spreche mittlerweile oft englisch vor mich hin, aber das ist etwas völlig anderes.
Ich werde wirklich froh sein wenn der Test gelaufen ist. Ich bin mittlerweile schon vollkommen verwirrt was das Schreiben angeht. Denn im icq schreibe ich "auf englisch", meine Essays natürlich auch. Aber alles andere schreibe ich noch immer in der deutschen Tastatur. Warum? Einerseits mag ich es selber nicht so sehr, wenn ich irgendwo im Internet einen Text ohne Umlaute lesen muss. Andererseits aber will ich schließlich das deutsche Tippen nicht vollkommen verlernen und es geht außerdem viel schneller. Dieses Hin und Her führte aber jetzt dazu, dass ich nicht mehr weiß wo ich wie schreibe. Es kam sogar schon vor, dass ich in einer sms anstatt "ü" "ue" schrieb... Und auch hier in diesem Blog wollte ich am Anfang andere Tasten verwenden. Und als ich heute ein deutsches Wort "auf englisch" las und mich wunderte, was das für ein seltsames Wort nur sei... tja, da habe ich festgestellt dass es wirklich langsam Zeit ist dass es vorbei ist.
Noch 72 Stunden, dann ist es definitiv vorbei.
Montag, 20. September 2010
Zwischenstand
Es ist wirklich faszinierend.
Heute habe ich mich endlich daran gemacht, Listening zu üben. Wird ja auch langsam Zeit... *damdidam* Also bin ich die Beispiele im Buch durchgegangen.
Erste Erkenntnis: Ich verstehe Frauen einfach besser als Männer. Tut mir Leid, aber es ist einfach so. Aus irgendwelchen Gründen nuscheln die Männer auf den Aufnahmen mehr. Allerdings geht es auch anders - einer der Typen sprach klar. Aber ich habe auch sonst schon die Erfahrung gemacht, dass ich Männer nicht so gut verstehe. Weiß der Imperator wieso...
Zweite Erkenntnis: Es ist zum Schießen. Beim Reading habe ich die meisten Texte wirklich sehr gut verstanden und konnte die Aufgaben dennoch nicht lösen. Beim Listening ist es genau umgedreht. Bei der einen Vorlesung habe ich wirklich so gut wie nichts verstanden aber einfach mal fleißig Stichworte aufgeschrieben. Mithilfe derer ich alle Fragen korrekt beantworten konnte, obwohl ich den Sinn der Vorlesung nicht verstanden habe. Es ist einfach verrückt.
Sollten die Fragen im wirklichen Test dann auch so sein wie gerade eben dann gehe ich da sehr locker ran - ich hatte insgesamt gerade einmal zwei falsche Antworten. Das ließe hoffen wenn ich genau wüsste dass die Aufgaben dort nicht schwerer sein werden.
Mit dem Writing habe ich Ende letzter Woche ebenfalls begonnen und mir fest vorgenommen jeden Tag zumindest ein Essay zu schreiben. Besser als nichts. Teilweise sind die Beispielaufgaben im Buch aber auch wirklich bescheuert. Warum, eurer Ansicht nach, erinnern sich manche Leute an besondere Geschenke die sie erhalten haben? Und jetzt begründe das mal ausführlich und schreibe einen Aufsatz darüber *seufz* Nun gut, ich habe das jetzt ein bisschen trainiert und hoffe dass ich immer besser darin werde mir fadenscheinige Gründe aus den Fingern zu ziehen.
Eine Wortliste mit nützlichen Wörtern habe ich mir auch zusammengesucht - jetzt müsste man die Worte nur noch lernen. Tja, wenns weiter nichts ist... mein Vokabelgedächtnis ist nämlich in den letzten paar Jahren auf höchstens die Größe eines Stecknadelkopfes zusammengeschrumpft (was eigentlich viel wäre, wenn ich es mir so Recht überlege, denn das Gehirn ist ja nun nicht sonderlich groß... aber man versteht, was ich meine). Jetzt bleibt nur noch zu hoffen dass mir die wichtigsten Wörter im Ernstfall auch einfallen. Ansonsten sind 200 Euro wohl im... ähm... Nunja.
Heute habe ich mich endlich daran gemacht, Listening zu üben. Wird ja auch langsam Zeit... *damdidam* Also bin ich die Beispiele im Buch durchgegangen.
Erste Erkenntnis: Ich verstehe Frauen einfach besser als Männer. Tut mir Leid, aber es ist einfach so. Aus irgendwelchen Gründen nuscheln die Männer auf den Aufnahmen mehr. Allerdings geht es auch anders - einer der Typen sprach klar. Aber ich habe auch sonst schon die Erfahrung gemacht, dass ich Männer nicht so gut verstehe. Weiß der Imperator wieso...
Zweite Erkenntnis: Es ist zum Schießen. Beim Reading habe ich die meisten Texte wirklich sehr gut verstanden und konnte die Aufgaben dennoch nicht lösen. Beim Listening ist es genau umgedreht. Bei der einen Vorlesung habe ich wirklich so gut wie nichts verstanden aber einfach mal fleißig Stichworte aufgeschrieben. Mithilfe derer ich alle Fragen korrekt beantworten konnte, obwohl ich den Sinn der Vorlesung nicht verstanden habe. Es ist einfach verrückt.
Sollten die Fragen im wirklichen Test dann auch so sein wie gerade eben dann gehe ich da sehr locker ran - ich hatte insgesamt gerade einmal zwei falsche Antworten. Das ließe hoffen wenn ich genau wüsste dass die Aufgaben dort nicht schwerer sein werden.
Mit dem Writing habe ich Ende letzter Woche ebenfalls begonnen und mir fest vorgenommen jeden Tag zumindest ein Essay zu schreiben. Besser als nichts. Teilweise sind die Beispielaufgaben im Buch aber auch wirklich bescheuert. Warum, eurer Ansicht nach, erinnern sich manche Leute an besondere Geschenke die sie erhalten haben? Und jetzt begründe das mal ausführlich und schreibe einen Aufsatz darüber *seufz* Nun gut, ich habe das jetzt ein bisschen trainiert und hoffe dass ich immer besser darin werde mir fadenscheinige Gründe aus den Fingern zu ziehen.
Eine Wortliste mit nützlichen Wörtern habe ich mir auch zusammengesucht - jetzt müsste man die Worte nur noch lernen. Tja, wenns weiter nichts ist... mein Vokabelgedächtnis ist nämlich in den letzten paar Jahren auf höchstens die Größe eines Stecknadelkopfes zusammengeschrumpft (was eigentlich viel wäre, wenn ich es mir so Recht überlege, denn das Gehirn ist ja nun nicht sonderlich groß... aber man versteht, was ich meine). Jetzt bleibt nur noch zu hoffen dass mir die wichtigsten Wörter im Ernstfall auch einfallen. Ansonsten sind 200 Euro wohl im... ähm... Nunja.
Montag, 13. September 2010
Reading - okay.
Heute habe ich es mal in Angriff genommen, 5 Texte durchzuarbeiten. Von den 70 zu erreichenden Punkten habe ich tatsächlich 58 erreicht - 82,9 Prozent. Das sieht doch gar nicht so schlecht aus, wenn man bedenkt, dass ich 66,7 Prozent für das "Bestehen" brauche. Aber eines habe ich erneut festgestellt:
Interessiert mich der Text und habe ich ein wenig Vorwissen so ist es ein Leichtes, die Fragen zu beantworten. Es geht schnell und ich muss kaum nachdenken (so geschehen bei einem Text über das frühe Kino). Anders sieht es aus bei Themen, die für mich völlig abstrakt sind, wo ich kein Vorwissen habe und die mich, wenn ich ehrlich bin, auch nicht sonderlich interessieren. So geschehen bei einem Text über das Ausbreiten der Wüsten. (Nicht falsch verstehen, ich finde es wichtig, sich damit zu beschäftigen und auch nicht gut, dass sie sich ausbreiten. Aber man kann sich in seinem Leben auch nicht mit allem beschäftigen...) Hatte ich beim ersten Text 13 von 14 Punkten ohne viel Zeit zu verlieren bekam ich bei letzterem nur 8 - und das nach langem Überlegen und knobeln.
Für mich erneut ein Zeichen, dass man bei diesem Test wirklich Glück oder Pech haben kann.
Was übrigens auch auf die Writing-Sektion zutrifft. Da gibt es Aufgaben, die sehr interessant klingen und bei denen ich locker etwas schreiben könnte. Und Aufgaben, bei denen ich bei selbst intensivstem Nachdenken nicht auf irgendwelche Ideen komme.
Also hilft wohl nur eines - die Macht muss mit mir sein...
Interessiert mich der Text und habe ich ein wenig Vorwissen so ist es ein Leichtes, die Fragen zu beantworten. Es geht schnell und ich muss kaum nachdenken (so geschehen bei einem Text über das frühe Kino). Anders sieht es aus bei Themen, die für mich völlig abstrakt sind, wo ich kein Vorwissen habe und die mich, wenn ich ehrlich bin, auch nicht sonderlich interessieren. So geschehen bei einem Text über das Ausbreiten der Wüsten. (Nicht falsch verstehen, ich finde es wichtig, sich damit zu beschäftigen und auch nicht gut, dass sie sich ausbreiten. Aber man kann sich in seinem Leben auch nicht mit allem beschäftigen...) Hatte ich beim ersten Text 13 von 14 Punkten ohne viel Zeit zu verlieren bekam ich bei letzterem nur 8 - und das nach langem Überlegen und knobeln.
Für mich erneut ein Zeichen, dass man bei diesem Test wirklich Glück oder Pech haben kann.
Was übrigens auch auf die Writing-Sektion zutrifft. Da gibt es Aufgaben, die sehr interessant klingen und bei denen ich locker etwas schreiben könnte. Und Aufgaben, bei denen ich bei selbst intensivstem Nachdenken nicht auf irgendwelche Ideen komme.
Also hilft wohl nur eines - die Macht muss mit mir sein...
Samstag, 11. September 2010
Das Schreiben neu lernen
Für den Toefl-Test soll man ja auch üben, auf englischer Tastatur zu schreiben, denn der Test wird auf selbiger stattfinden. Das tue ich nun schon seit ein paar Tagen. Und damit ich mich auf meiner deutschen Tastatur, die auf englisch eingestellt ist, auch zurecht finde, habe ich mir ein paar Bepper draufgemacht. Die Tastatur sieht nun wirklich lustig aus, das muss ich schon sagen.... und die Bepper sind nun wahrlich nicht mehr so weiß wie am Anfang ;)
Eigentlich ist es gar nicht so schwer, auf dieser Tastatur zu schreiben. Schließlich ist ja nur das z und das y vertauscht. Zumindest was die Buchstaben angeht. Das Problem sind nur die ganzen Sonderzeichen, denn außer dem Ausrufezeichen, dem Punkt und dem Komma ist ja fast nichts mehr an seinem Ort...
Das mit dem z krieg ich mittlerweile ganz gut hin. Probleme bereitet mir nur noch das y, denn das benutzt man ja im deutschen nicht unbedingt viel.
Dumm nur, dass es im englischen genau umgedreht sein wird...
Eigentlich ist es gar nicht so schwer, auf dieser Tastatur zu schreiben. Schließlich ist ja nur das z und das y vertauscht. Zumindest was die Buchstaben angeht. Das Problem sind nur die ganzen Sonderzeichen, denn außer dem Ausrufezeichen, dem Punkt und dem Komma ist ja fast nichts mehr an seinem Ort...
Das mit dem z krieg ich mittlerweile ganz gut hin. Probleme bereitet mir nur noch das y, denn das benutzt man ja im deutschen nicht unbedingt viel.
Dumm nur, dass es im englischen genau umgedreht sein wird...
Freitag, 3. September 2010
Ein Alptraum
Irgendwann heute Nacht fand ich mich in einem Jugendhotelzimmer wieder. Und erschrocken stellte ich fest, dass heute der Toefl-Test sein sollte. Und es war schon elf Uhr... Aus irgendeinem Grund hatte ich in einem Zimmer im Toefl-Zentrum geschlafen. Zusammen mit meiner Mitbewohnerin, die den Test ja auch absolviert. Obwohl ich in der gleichen Stadt wohne. Und aus irgendeinem Grund hatte ich seit dem gestrigen Tag in der Zeit nichts mehr gelernt - ich war ziemlich überrascht. Und panisch. Warum war ich so blöd gewesen? Vor allem als mir um viertel vor 12 einfiel, dass ich meine Anmeldebestätigung nicht ausgedruckt hatte.
Zum Glück gab es im Zentrum eine ganze Menge Computer, von denen allerdings - wie zu besten Zeiten in der Hochschule - nur gut ein Drittel funktionierte. Die natürlich alle belegt waren... Und die, die taten, waren höchst unzuverlässig.
Zum Glück war ich nicht die Einzige, die den Ausdruck vergessen hatte, meiner Mitbewohnerin ging es genauso. Ich wusste genau, wo ich den Ausdruck finden konnte, im Internet - wo er allerdings nicht mehr war. Von meiner Mitbewohnerin, die das einfach mal probiert hatte, erfuhr ich, dass man keinesfalls ohne diesen Ausdruck teilnehmen konnte. Irgendwann fand ich ein Beispielformular. Wo irgendwas von wegen "Vergessen sie auf keinen Fall ihr Foto!" stand... Was ich erst einmal ignorierte, denn ein Foto hatte ich natürlich nicht dabei (obwohl in der Regel immer eines in meinem Geldbeutel ist). Ich fand und fand das Formular einfach nicht, und die Zeit lief, bis spätestens halb eins musste ich angemeldet sein...
Und das war dann der Moment, an dem ich schweißgebadet meine Augen öffnete.
Ob das jetzt ein Wink des Schicksals war (drucke den Mist sofort aus!) oder ein Traum aus meinem Unterbewusstsein, der mir sagen will, dass ich zu wenig lerne - keine Ahnung. Aber vielleicht wird es ja in beide Richtungen eine Wirkung haben. Vielleicht.
Zum Glück gab es im Zentrum eine ganze Menge Computer, von denen allerdings - wie zu besten Zeiten in der Hochschule - nur gut ein Drittel funktionierte. Die natürlich alle belegt waren... Und die, die taten, waren höchst unzuverlässig.
Zum Glück war ich nicht die Einzige, die den Ausdruck vergessen hatte, meiner Mitbewohnerin ging es genauso. Ich wusste genau, wo ich den Ausdruck finden konnte, im Internet - wo er allerdings nicht mehr war. Von meiner Mitbewohnerin, die das einfach mal probiert hatte, erfuhr ich, dass man keinesfalls ohne diesen Ausdruck teilnehmen konnte. Irgendwann fand ich ein Beispielformular. Wo irgendwas von wegen "Vergessen sie auf keinen Fall ihr Foto!" stand... Was ich erst einmal ignorierte, denn ein Foto hatte ich natürlich nicht dabei (obwohl in der Regel immer eines in meinem Geldbeutel ist). Ich fand und fand das Formular einfach nicht, und die Zeit lief, bis spätestens halb eins musste ich angemeldet sein...
Und das war dann der Moment, an dem ich schweißgebadet meine Augen öffnete.
Ob das jetzt ein Wink des Schicksals war (drucke den Mist sofort aus!) oder ein Traum aus meinem Unterbewusstsein, der mir sagen will, dass ich zu wenig lerne - keine Ahnung. Aber vielleicht wird es ja in beide Richtungen eine Wirkung haben. Vielleicht.
Donnerstag, 2. September 2010
Listening - leichter als gedacht
Es gibt auch erfreuliches zu berichten. Ja, man glaubt es kaum...
Mittlerweile bin ich in der Listening-Section angekommen. Nicht dass ich alls Reading-Practises schon gemacht hätte, nein, bei weitem nicht. Aber ich will erst einmal alle Sektionen durchhaben bevor ich damit beginne. Einen Text habe ich gestern bearbeitet und ganze 11 von 15 Punkten richtig gehabt. Nun gut, das wäre ja, hochgerechnet, ganz knapp Ziel erreicht. Etwas zu knapp für meinen Geschmack, aber ich habe ja noch 3 Wochen...
Aber zurück zum Listening.
Klar, das Buch kann mir nichts vorlesen. Die Unterhaltungen/Vorlesungen sind abgedruckt, man muss sie also lesen. Und schon beim lesen fiel mir auf, dass mir dieser Stil weitaus besser liegt als der der Fachtexte. Hier habe ich das Gefühl, wieder Harry Potter zu lesen - ich verstehe fast jedes Wort, die Sprache ist einfach, es ist alles klar und eindeutig. Ich höre fast Hagrid oder Ron sprechen - wie leicht plötzlich alles ist! Ich habe mir die Beispiele einmal konzentriert durchgelesen und dann die Beispielfragen beantwortet, ohne noch mal in den Text zu schauen. Und was soll ich sagen - wenn die Leute schön deutlich sprechen und die Fragen so einfach bleiben, dann dürfte diese Sektion für mich ein geringeres Problem werden als ich bisher angenommen hatte.
Ich hatte am meisten Angst vor diesem Viertel. Ich höre nicht sonderlich gut (nicht wegen Hörfehlern, sondern das Englische ;) ), das war schon immer mein Problem. Aber wenn die Fragen hier vier mal so leicht bleiben wie die beim lesen - dann habe ich davor keine Angst mehr.
Mittlerweile bin ich in der Listening-Section angekommen. Nicht dass ich alls Reading-Practises schon gemacht hätte, nein, bei weitem nicht. Aber ich will erst einmal alle Sektionen durchhaben bevor ich damit beginne. Einen Text habe ich gestern bearbeitet und ganze 11 von 15 Punkten richtig gehabt. Nun gut, das wäre ja, hochgerechnet, ganz knapp Ziel erreicht. Etwas zu knapp für meinen Geschmack, aber ich habe ja noch 3 Wochen...
Aber zurück zum Listening.
Klar, das Buch kann mir nichts vorlesen. Die Unterhaltungen/Vorlesungen sind abgedruckt, man muss sie also lesen. Und schon beim lesen fiel mir auf, dass mir dieser Stil weitaus besser liegt als der der Fachtexte. Hier habe ich das Gefühl, wieder Harry Potter zu lesen - ich verstehe fast jedes Wort, die Sprache ist einfach, es ist alles klar und eindeutig. Ich höre fast Hagrid oder Ron sprechen - wie leicht plötzlich alles ist! Ich habe mir die Beispiele einmal konzentriert durchgelesen und dann die Beispielfragen beantwortet, ohne noch mal in den Text zu schauen. Und was soll ich sagen - wenn die Leute schön deutlich sprechen und die Fragen so einfach bleiben, dann dürfte diese Sektion für mich ein geringeres Problem werden als ich bisher angenommen hatte.
Ich hatte am meisten Angst vor diesem Viertel. Ich höre nicht sonderlich gut (nicht wegen Hörfehlern, sondern das Englische ;) ), das war schon immer mein Problem. Aber wenn die Fragen hier vier mal so leicht bleiben wie die beim lesen - dann habe ich davor keine Angst mehr.
Reading Section - read, and read, and read, ...
Gestern war ich ziemlich wütend. Wütend auf die, entschuldigung, teils beschissenen und unfairen Fragen, die in dem Toefl-Buch als Beispiel in der reading-Section genannt werden. Ich bin im lesen eigentlich ziemlich gut - was Bücher angeht. Gut, ich verstehe nicht jedes Wort, aber ich verstehe immer worum es geht, und das ist ja die Hauptsache. Bei den Toefl-Texten ist das nicht so. Es sind Fachtexte, was schon mal etwas schwieriger ist als die Romane, die ich im Normalfall lese. Das wäre ja noch in Ordnung - wenn es Fachtexte wären, wovon ich Ahnung hätte. Andauernd wird in diesem Buch gesagt, es sei nicht wichtig, dass man sich in diesen Gebieten auskennen müsse, alle relevanten Wörter würden erklärt werden. Nun gut, entweder das ist nicht wahr oder meine Allgemeinbildung ist noch schlechter als ich dachte.
Ein Beispiel.
Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung von Kunst. Nicht schlimm!, sagt Toefl. Alles was Sie wissen müssen, wird im Text erklärt... Pustekuchen. Einen Text, in dem es um die Unterschiede von Fine Arts und Applied Arts geht zu verstehen ist ziemlich schwer wenn man nicht mal auf Deutsch weiß, was angewandte Kunst und Schöne Künste sind. Nein, in meinen Augen wurde das im Text nicht erklärt, es wurde sofort losgelegt mit den verschiedenen Merkmalen.
Ein anderes Beispiel.
Ein Text. Dazu gibt es sechs Aussagen. Der Teilnehmer soll nun eine Zusammenfassung des Textes mit drei dieser Aussagen erstellen, also die wesentlichen Hauptpunkte heraussuchen. Klingt ja erst mal ganz einfach.
Dumm ist es nur, wenn alle sechs Aussagen korrekt sind. Und es selbst im Deutschen kaum möglich ist, unter diesen sechs Aussagen die drei wichtigsten herauszufiltern - einfach aus dem Grund, weil jeder in diesem Text etwas anderes als wichtig erachten wird. Ja, es gibt Aussagen die wirklich wichtig sind - diese erkennt man im Normalfall auch ziemlich schnell. Aber meist sind das nur eine oder zwei der drei zu wählenden Punkte. Und dann - muss man eben raten. Was würden die Tester nun als wichtigstes erachten? Mir fällt das ehrlich gesagt ziemlich schwer.
Ein drittes Beispiel.
Es gibt Fragen, die klar sind. Die Antworten dazu sind es auch. Aber manchmal ist es ein einziges Wort, dass in einem langen Text die Antwort beinhaltet - und diese muss man erst mal finden. Wäre kein Problem wenn man viel Zeit hätte. Dumm nur, dass man unter ziemlichem Zeitdruck steht. Ich kann mir nicht vorstellen wie das im Ernstfall funktionieren soll.
Es ist nicht so, dass ich alle Fragen schlimm oder doof finde. Es gibt genug, die in Ordnung sind, einige wenige sogar ziemlich einfach. Aber in meinen Augen sind es immer noch genug Fragen bei der die Lösungen einfach Glückssache sind, und das darf einfach nicht sein.
Oder ich bin einfach zu doof für diesen Test.
Ein Beispiel.
Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung von Kunst. Nicht schlimm!, sagt Toefl. Alles was Sie wissen müssen, wird im Text erklärt... Pustekuchen. Einen Text, in dem es um die Unterschiede von Fine Arts und Applied Arts geht zu verstehen ist ziemlich schwer wenn man nicht mal auf Deutsch weiß, was angewandte Kunst und Schöne Künste sind. Nein, in meinen Augen wurde das im Text nicht erklärt, es wurde sofort losgelegt mit den verschiedenen Merkmalen.
Ein anderes Beispiel.
Ein Text. Dazu gibt es sechs Aussagen. Der Teilnehmer soll nun eine Zusammenfassung des Textes mit drei dieser Aussagen erstellen, also die wesentlichen Hauptpunkte heraussuchen. Klingt ja erst mal ganz einfach.
Dumm ist es nur, wenn alle sechs Aussagen korrekt sind. Und es selbst im Deutschen kaum möglich ist, unter diesen sechs Aussagen die drei wichtigsten herauszufiltern - einfach aus dem Grund, weil jeder in diesem Text etwas anderes als wichtig erachten wird. Ja, es gibt Aussagen die wirklich wichtig sind - diese erkennt man im Normalfall auch ziemlich schnell. Aber meist sind das nur eine oder zwei der drei zu wählenden Punkte. Und dann - muss man eben raten. Was würden die Tester nun als wichtigstes erachten? Mir fällt das ehrlich gesagt ziemlich schwer.
Ein drittes Beispiel.
Es gibt Fragen, die klar sind. Die Antworten dazu sind es auch. Aber manchmal ist es ein einziges Wort, dass in einem langen Text die Antwort beinhaltet - und diese muss man erst mal finden. Wäre kein Problem wenn man viel Zeit hätte. Dumm nur, dass man unter ziemlichem Zeitdruck steht. Ich kann mir nicht vorstellen wie das im Ernstfall funktionieren soll.
Es ist nicht so, dass ich alle Fragen schlimm oder doof finde. Es gibt genug, die in Ordnung sind, einige wenige sogar ziemlich einfach. Aber in meinen Augen sind es immer noch genug Fragen bei der die Lösungen einfach Glückssache sind, und das darf einfach nicht sein.
Oder ich bin einfach zu doof für diesen Test.
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