Freitag, 27. Januar 2012

Die wichtigste Station einer Reise...

...ist die Letzte.
Das habe ich irgendwann im letzten halben Jahr auf einem Werbeplakat gelesen, ich weiß noch nicht einmal mehr, für was für ein Produkt. Aber dieser Satz hat sich in mein Hirn eingebrannt, weil er mir einfach so wahr vorkam.
Das letzte halbe Jahr war toll. Auch wenn ich immer mal wieder ganz schöne Durchhänger hatte, auch wenn ich manchmal einfach nur heim wollte. Alles in allem war es toll, und ich bin heilfroh, dass ich es getan habe. Ich hatte wunderbaren Klavierunterricht, habe meine Englischkenntnisse um einiges verbessert, tolle neue Leute und eine neue Kultur kennengelernt und für meine eigene Persönlichkeit wahnsinnig viel gelernt. Und das sind sicher nur ein paar Punkte, die mir einfach gerade in den Sinn kommen.
Eigentlich wollte ich mich nur mal kurz melden. Mittlerweile bin ich sechs Tage wieder zu Hause - nach dem turbulenten Rückflug fast ein Wunder. Zumindest meiner Ansicht nach, ich dachte so einige Male, dass ich den Erdboden nie wieder sehen würde. Höchstens als Fleck. Daheim zu sein ist merkwürdig. Es fühlt sich beinahe so an, als sei ich nie weggewesen. Wären da nicht die Fotos und das (immer noch) unausgepackte Gepäck, man könnte denken, das alles war nur ein Traum. Als ich am ersten Abend im Bett lag, mit dem gleichen Schlafanzug wie vor einem halben Jahr, der gleichen Bettwäsche (keine Sorge, alles gewaschen ;) ), duftend nach dem Duschgel von "damals", welches ich ein halbes Jahr nicht benutzt habe - es kam mir alles so unwirklich vor. War ich wirklich weggewesen?
Und ja, ich bin froh, wieder daheim zu sein. Und es sind die Kleinigkeiten, an denen ich feststelle, dass ich doch eine Weile weg war. Wie funktioniert noch mal unsere Mikrowelle? Wo ist mein Wintermantel, wo meine Unterrichtsmaterialien? Warum ist der Duschstrahl so verdammt angenehm stark? Wie viel muss ich jetzt an der Kasse bezahlen - ist das wirklich nur der Preis, der auf dem Produkt steht? Außerdem schmecken die Brötchen so wahnsinnig lecker, und der Fernseher ist unglaublich scharf. Ich weiß morgens vor lauter Kleidung nicht, was ich anziehen soll und habe ich plötzlich wieder meine eigene kleine Privatbibliothek zur Auswahl. Und das Kuscheln auf dem Sofa war noch nie so schön...
Ja, es ist toll daheim. Und dennoch, es gibt immer wieder ein paar Dinge, die ich auch vermisse. Allen voran natürlich die Leute, die ich in den USA zurückgelassen habe. Und viele klitzekleine Kleinigkeiten, die mir irgendwie gerade nicht einfallen.
Ja, ein bisschen hat mich hier dann auch der Kulturschock getroffen. Hätte ich echt nicht gedacht, so sehr wie ich mich darauf gefreut habe, wieder heimzukommen. Und richtig stark wars/ists auch gar nicht, sicher spielte der Jetlag da auch eine große Rolle. Aber es gibt dann doch Momente, in denen ich mich seltsam fühle, vor allem, wenn ich alleine und unbeschäftigt bin. Ich kann dieses Gefühl auch gar nicht richtig beschreiben - es ist einfach seltsam. Aber ich denke, es wird in den nächsten Tagen vergehen, und ich habe ja weiß Gott auch genug zu tun. Bewerbungen schreiben, zum Beispiel. Und mich um mein letztes Studiensemester kümmern. Und wie gesagt - da oben stehen noch drei Gepäckstücke, die schon tausend Mal durchwühlt, aber noch nicht ausgepackt worden sind. Dafür wirds langsam mal Zeit.
Und ja, die noch fehlenden Artikel werden noch folgen. Irgendwann in den nächsten Wochen. Ganz sicher. Denn jetzt bleiben mir ja wirklich nur noch die Erinnerungen...

Donnerstag, 12. Januar 2012

Home, sweet home

Nein, in Deutschland bin ich noch nicht angekommen. Aber in meinem momentanen Zuhause. Vor einer halben Stunde wurde mein Backpacking-Trip beendet, als ich endlich wieder meine Wohnung in Frisco betrat. Am Ende war ich dann doch sehr froh...
Ich wollte mich nur mal zurückmelden. Ich lebe noch, mir gehts gut, der Ausflug war toll und ich bin froh, dass ich meinen Aufenthalt hier deshalb um einen Monat verlängert habe. Blogposts dazu werden hoffentlich die nächsten Tage folgen, jeder Tag hat brav eine Stichwortliste bekommen. Das muss "nur noch" ausformuliert werden. Allerdings habe ich die letzten zehn Tage hier auch noch einiges zu erledigen, so dass es gut sein kann, dass ich einen Teil erst schreibe, wenn ich wieder in Deutschland bin. Was kaum zu glauben ist... Freitag in einer Woche sitze ich um diese Zeit im Flieger in der Luft. Wahnsinn.