Montag, 20. Dezember 2010

Schnittplan erstellen

Jetzt weiß ich - die Aufnahme war eigentlich der einfachere Teil der CD-Erstellung. Der Schnittplan hinterher war viel komplizierter und sooo oft habe ich mich dabei verflucht - warum habe ich ausgerechnet DA einen falschen Akkord spielen müssen, wo man es so gut hört? Wieso habe ich von diesem Takt keine einzige gute Aufnahme? Gerade habe ich hier doch noch einen Fehler gehört, wo ist der hin?
Und überall immer die große Frage: Schneide ich diesen Fehler raus oder nicht, hört man ihn stark, ist er störend oder kann man das überhören? Schließlich ist kein unbegrenztes herumschnibbeln am Stück möglich, jeder Schnitt kostet Zeit und Arbeit. Ich will den Tonmeister unserer Hochschule ja auch nicht unnötig fordern, andererseits natürlich aber eine vorzeigbare Aufnahme haben.
Ich hoffe, ich habe jetzt einen Mittelweg gefunden, vor allem da ich in den ersten beiden Stücken nur recht wenige Schnitte habe.
Wovor ich aber am Meisten Angst habe: Beim Schnittplan selbst einen Fehler gemacht zu haben. Fehler überhört zu haben, falsche Angaben gemacht zu haben, durch das ganze Chaos den Überblick verloren und dadurch einen Murks zusammengeschrieben zu haben. Ich vertraue da auf unseren Tonmeister, dass er bei groben Fehlern im Stück stutzt und sie rausschneidet, sollte ich das übersehen haben. Keine Ahnung ob er das selbstständig macht, ich hoffe es aber.

Morgen geht das Ding raus, so dass es noch vor Weihnachten hoffentlich vorliegt. Eine Sache abhaken, yeah!


Ach ja. Mein Pass kam heute auch an, er kann abgeholt werden. Na das ging ja schnell!

Freitag, 17. Dezember 2010

Klappe zu

Puh, die Aufnahme liegt hinter mir. War wirklich ganz schön anstrengend, hat aber auch wahnsinnigen Spaß gemacht. Wie gehofft und vermutet waren die ersten 2 Stücke nicht so das große Problem, da wird nicht viel geschnitten werden müssen. Hoffe ich.
Ganz im Gegensatz zum Liszt. Wie oft wir da einzelne Takte noch mal und noch mal aufgenommen haben... Hui. Vor dem Schnittplan habe ich ein bisschen Angst. Aber das wird schon und es muss ja auch nicht perfekt sein. Ein paar Fehler machen nur deutlich, dass auch wirklich ICH das gespielt habe und nicht mein Dozent ;)
Jetzt heißts erst mal Ferien. Zumindest bis morgen, dann muss ich eigentlich schon wieder weitermachen...

Achtung, Aufnahme

Heute steht die Aufnahme an, nacher um eins werde ich für zwei Stunden mein Bestes geben müssen. Hilfe! Ich hab doch noch nie eine halbprofessionelle Aufnahme gemacht^^ Ich bin echt gespannt ob mich da auch mein absolutes Konzertlampenfieber übermannen wird oder ob ich das gechillt runterspielen kann. Vor allem habe ich vor dem dritten Stück (Ung. Rhapsodie Nr. 6, Liszt) Angst, ob ich nach einmal durchspielen da noch Kraft haben werde, ums noch mal zu spielen? Spannend...
Immerhin ist nach diesen zwei Stunden das schlimmste für dieses Jahr geschafft und ich darf in die Ferien - nicht ohne natürlich das Ganze noch mit der WG-Party zu feiern ;)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Hopplahopp

Mist. Schrieb ich nicht schon vor einer Woche, beim Prüfungsamt wegen den Noten vorbeizugehen? Ich habs völlig verschwitzt. Wäre ja nicht so schlimm, wenn nicht ab Samstag Ferien wären. Und die Bewerbung am Montag danach komplett vorliegen muss. Die Zeit vergeht einfach so wahnsinnig schnell... Irgendwie auch unfair, finde ich, dass die Bewerbung über die Ferien fertiggestellt werden muss. Da ist doch kein Schwein (oder Mensch) da, den man fragen könnte. Echt blöd.
Ich glaube, unsere Prüfungsamtfrau wird mir den Kopf abreißen. Ich weiß noch nicht mal, ob morgen Sprechzeiten sind... Wenn nicht habe ich ein gaaaanz großes Problem. Dabei wollte ich doch morgen ausschlafen. Das heißt, dass ich jetzt ganz schnell ab ins Bett huschen sollte.
Noch etwas hat sich allerdings bei mir ergeben. Ich glaube, meine Zweitwahl wird Fullerton werden, meine Drittwahl Long Beach. Als Viertes werde ich wohl San Diego angeben, die allerdings angeblich gar keine Musikstudenten aufnehmen. Egal, die Viertwahl wird wohl ohnehin nicht relevant sein. Ein bisschen habe ich jetzt über die Städte recherchiert, was ich so gelesen habe hört sich nicht schlecht an. Eines aber blitzte in den Erfahrungsberichten, egal bei welcher der beiden Städte, immer wieder auf - ohne ein Auto hat man es schwer.
Oi. Eigentlich wollte ich mir nicht unbedingt in den USA mein erstes Auto zulegen, geschweige denn, dass ich das Geld für die Versicherung hätte. Aber ich werde mal schauen, in SF wirds vielleicht auch ohne gehen.
Hoffe ich.


Edit: Blödsinn. Ich schiebe das jetzt einfach mal auf meine fiesen Kopfschmerzen, dass ich vergessen habe, dass die Noten ja nur für das Stipendium gebraucht werden. Und da habe ich nach den Ferien noch 10 Tage länger Zeit. Es wäre zwar besser gewesen, das jetzt erledigt zu haben, aber naja... ich glaube, mein Kopf freut sich über das lange Schlafen.
Und sollte ich wider Erwarten doch früher wach sein werde ich mal nachschauen gehen. Aber sonst... tja, sonst muss ich halt bis ins neue Jahr warten.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Organisieren und Planen

Seit gestern weiß auch meine Mitbewohnerin, dass zumindest von der sprachlichen Seite keine Hürden mehr im Weg stehen. Jetzt wirds auch für sie glücklicherweise Ernst! Glückwunsch auch von dieser Seite her :)
Bei mir steht gerade das Organisieren im Vordergrund. Nachdem der Pass beantragt ist die nächste Hürde - Bewerbung und gleichzeitig fullbright-Stipendium beantragen. Die Bewerbung ist da nur unwesentlich später zu Ende, und ich will ja nicht alles auf den letzten Drücker machen... Dummerweise heute festgestellt: Für das Stipendium werden gleich zwei Empfehlungen von Professoren gefordert. Ich gehe mal davon aus, dass auch Dozenten anerkannt werden... Ich muss jetzt beten und hoffen, dass meine beiden "Auserwählten" das auch tun werden. Einmal mein Klavierdozent und dann meine betreuende EMP-Dozentin. Allerdings müssen die sich wohl oder übel sputen ;)
Auch wegen meiner Prüfungsergebnisse muss ich mal beim Prüfungsamt nachfragen. Zwischenzeugnis habe ich zwar, aber danach habe ich ja noch so einige andere Prüfungen abgelegt - unter anderem die Methodik-Sachen. Und da das gute Noten waren würde ich die sehr gerne hinzufügen ;) Abizeugnis ist kein Problem. Und vielleicht hat sich das halbwegs gute Abi ja auch endlich mal gelohnt...
Manchmal habe ich das Gefühl, mein Kopf schwillt über, aber das wird schon hoffentlich... irgendwie.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Pass beantragt

Die Beantragung heute ging ziemlich schnell. Die Dame vom Bürgerbüro erinnerte sich noch von gestern an mich. Biometrisches Passbild und Personalausweis vorlegen, Daten überprüfen. Bin ich gewachsen oder hat sich meine Augenfarbe geändert? So weit ich weiß nicht... Dann gings zum Fingerabdruck machen. Pflicht... Drei mal pro Zeigefinger scannte das Ding und fügte an den Rändern jeweils noch ein paar Fingerringe hinzu. Der Antrag wurde mir netterweise kopiert und bestempelt. Außerdem bot mir die Dame an, mich sofort zu informieren, sobald der Pass vorliege. Das fand ich super nett, ist ja schließlich nicht die Pflicht von denen, wenn ICH was verschwitze...
Nach 10 Minuten war das Ganze erledigt und ich werde in ein paar Wochen meinen allerersten Reisepass in der Hand halten. Na jetzt muss ich eigentlich wirklich fliegen...

Montag, 6. Dezember 2010

Behördenkram

Nachdem ich am Wochenende mit Schrecken festgestellt hatte, dass ich für die Bewerbung die Kopie meines Passes benötigen würde (und ich noch keinen besitze) führte einer meiner ersten Wege mich heute früh zum Bürgerbüro. Dort wurde mir erklärt, die letzten Pässe hätten ungefähr 2 Wochen gedauert - durch Weihnachten könnten sie das aber nicht garantieren. Ja, war mir schon fast klar... Allerdings teilte die Dame mir mit, dass ich bei Beantragung schon einen Wisch mit allen Daten (auch Passnummer und so weiter) bekommen würde.
Also ab zur Austauschbeauftragten. Die wusste auch nicht weiter, rief aber sofort die zuständige Stelle in Tübingen an. Dort wurde dann mitgeteilt: Gut ist das nicht, aber ich solle eben diese Kopie mitschicken und die Kopie meines alten Reisepasses. Nach meinem verzweifelten Kopfschütteln, was die Beauftragte nach Tübingen weiterleitete, wurde mir auch die Kopie meines Persos gestattet. Allerdings sollte ich die Passkopie dann so schnell wie möglich weiterleiten, sobald ich sie haben würde. So weit so gut, Glück gehabt, ich muss doch keinen Expresspass beantragen.
Der nächste Weg führte mich zum Fotografen. Biometrische Passbilder machen! Da 4 Biometrische Passbilder nur 4 Euro weniger kosteten als 4 normale und 2 Biometrische entschied ich mich für letzteres - denn wann würde ich schon 4 Biometrische Passbilder brauchen?
Nachdem auf den Fotos noch netterweise meine Augenringe, unreinen Hautstellen und abstehenden Haare retuschiert worden waren hielt ich dann die 6 Bilder in der Hand - für 17 Euro, wenn ich mich recht erinnere.
Nachmittags wollte ich dann in einer kurzen Pause den Pass beantragen gehen. Zwar schickt das Amt immer nur Freitags die Anträge raus, aber ich bin froh, wenn ich etwas abhaken kann.
Dummerweise hing ein Zettel an der Tür - Montagnachmittag wegen Personalversammlung geschlossen.
Toll.
Das hing Montagfrüh definitiv noch nicht da. Also darf ich morgen noch mal hindackeln - zum Glück ist das nicht allzuweit von der Hochschule entfernt. Sonst wäre ich ernsthaft sauer.

Freitag, 3. Dezember 2010

Campuswahl

Heute kamen die Bewerbungsformulare. Ich hasse solches Zeug... hab immer Panik, etwas falsch zu machen. Ich glaube, ich werde am Mittwoch erst einmal zu unserer Auslandsverantwortlichen dackeln und sie so einiges fragen.
Worüber ich mir aber jetzt definitiv Gedanken machen muss ist meine Studienortwahl. San Francisco steht unangefochten an erster Stelle, vor allem nachdem ich jetzt im Vergleich das Studienangebot betrachten konnte. Außer "Music Education" ist da wirklich alles drin, was mich interessiert - Cinema, Dance, Theatre, Astronomy. Neben dem Klavierunterricht natürlich ;)
Ich habe jetzt den ganzen Abend damit verbracht, eine Tabelle zu erstellen um meine Zweit- Viertpräferenzen zu erkunden. Dummerweise ist das Ganze womöglich umsonst, denn die Chancen, an die Wunschuni zu kommen sind dann doch recht hoch. Das Risiko, irgendwo zu landen, will ich aber dennoch nicht eingehen. Zwar muss ich das noch mit meiner Mitbewohnerin abklären, aber meine erste Liste steht schon mal. Theatre und Piano sind überall dabei, jetzt gehts um die zusätzlichen Fächer, die Attraktivität und die Campusgebühren. Wobei ich bei der Attraktivität noch völlig in der Nebelbrühe rumlaufe... Bin für Tips immer offen :)

Ort

Fächer

Fees

Attraktivität

Fullerton

Music Education, Musical Theatre, Dance

628


Chico

Childhood, Music Education, Musical Theatre

1.390


Long Beach

Film/Media, Music Education, Dance

580


Humboldt

Film/Media, Music Education, Dance

1.520


San Diego

Astronomie, Music Education, Dance

976


Sacramento

Cinema, Dance

965


Northridge

Film/Media, Dance

846


San José

Fine/Creative Arts, Music Education, Dance

1.140


Sonoma

Music Education, Dance

1.278


Dominguez

Music Education

619


Fresno

Music Education

649



Erst mal habe ich die Liste nach den Fächern geordnet, mal schauen wie ich das noch umschmeiße. Und ja, ich strukturiere gerne ;)
Ich hoffe, ich krieg die nächsten Tage Ordnung in meine Gedanken.

Dienstag, 30. November 2010

Einen Schritt weiter

Langsam wirds ernst.
Gestern gabs bei uns eine Infoveranstaltung, zu der ich leider auf Grund von Unterricht nicht gehen konnte. Aber meine liebe Mitbewohnerin war ja da und hat alles ausführlichst mitgeschrieben und meine Fragen abgecheckt.
Neueste Erkenntnisse (bei denen ich bestimmt einiges vergessen habe, denn es waren eigentlich viel mehr...):
Für uns wird erstmals gelten, dass auch für die USA eine Aufnahme gemacht werden muss. Bisher war das keine Pflicht, nur für die europäischen Aufenthalte. Jetzt brauchen auch wir eine (so ein Mist -.-), allerdings gibt es da noch keine Vorgaben. Das hat den Vorteil, dass ich meinen Liszt eventuell gar nicht mit einschicken muss. Scarlatti und Haydn dürften nicht so das Problem sein, aber der Liszt... der dümpelt so vor sich hin. Heute waren wir beim Hochschuleigenen Tonmeister und haben uns für den letzten Freitag dieses Jahr einen Aufnahmetermin geben lassen. Hui, jetzt muss ich wohl üben... denn ich stellte heute fest, dass auch die zwei leichteren Stücke ihre Tücken beim Einspielen haben könnten. Mal sehen was mein Prof morgen dazu sagt.
Außerdem müssen die Bewerbungen am 10. Januar in Tübingen vorliegen. Zur Not können sie da auch erst von unserer Hochschule weggeschickt werden, denn das ist ja der erste Tag nach den Weihnachtsferien.
Es müssen 12 Punkte (da gabs nen englischen Begriff [nein, nicht Credits], den hab ich aber vergessen...) mit den Kursen erzielt werden. 10 Kurse werden in der Bewerbung angegeben, in denen uns, wenn möglich, ein Platz freigehalten wird. Wollen wir vor Ort doch in einen anderen Kurs muss man das dort regeln und nachfragen, ob noch was frei ist. Mit meinem Niveau soll ich 300/400er Kurse belegen, sollte ich aber mit einem Fach ganz neu anfangen natürlich eher 100. Eigentlich belegen Austauschstudenten nur Undergratuate-Kurse, da wir aber zu dem Zeitpunkt schon unser Vordiplom haben (uuuuh!) dürfen wir vor Ort mit dem Prof klären, ob wir auch in Graduate-Kurse reindürfen. Vorausgesetzt, die Toefl-Punktzahl stimmt. Was sie bei mir ja tut *puh*.
Diese Kurse werden im Übrigen auch in unserem Diplomzeugnis stehen. Davon hatte ich bisher keine Ahnung... Verdammt, dann muss ich mich ja wirklich richtig anstrengen!
Apropos anstrengen. Die Kurse in den USA sollen ja wirklich anstrengender sein als unsere. Schulischer. Teilweise mit kleinen Tests zwischendrin, und in jedem Kurs am Ende eine Prüfung. Ganz anders als bei uns, wo ich ein Fach teils sechs Semester studiere und erst am Ende eine große Prüfung ablege. Das kommt eben schon eher an unser Bachelor-System heran.
Bis zum 10. Januar müssen die Bewerbungen in Tübingen vorliegen. Doch schon früher als ich dachte. Aber okay, ranhalten ist da die Devise.
Was mir am ehesten noch "Sorgen" macht ist dieses blöde Statement. Wo man reinschreiben soll, warum man ausgerechnet DA hin will. Ääääähm... Ja.
Argument eins: Raus aus diesem Kaff hier. Argument zwei: Ich brauche eine Lebensveränderung. Argument drei: Ich will was anderes als Klavier studieren. Argument vier: Kalifornien ist cool. Argument fünf: Ähm, ich will was anderes als Klavier studieren?
Ja, so ungefähr sieht das gerade bei mir aus.

Was steht also in den nächsten Wochen an?
  1. Bewerbung schreiben. Und da müssen die 4 Wunschcampusse (ist das die Mehrzahl?) inklusive der Wunschkurse angegeben werden. Und das blöde Statement.
  2. Aufnahme machen. Das heißt, auch viel üben. *hüstl*
  3. Für das fullbright-Reisestipendium bewerben.
  4. Für das Ba-Wü-Stipendium bewerben.
  5. Abklären wie das mit den Versicherungen funktioniert.
  6. Einen Pass besorgen.
  7. Mich seelisch auf den Austausch vorbereiten.
Denn: Der Austausch ist so gut wie sicher. Das hat mich dann doch etwas schockiert. Im Prinzip kann mich nichts mehr aufhalten (*muahahaha*). Ob ich auch dann fahre wenn ich keinen geldtechnischen Zuschuss bekomme ist natürlich für mich persönlich fraglich. Aber dass ich nicht genommen werde ist so gut wie nicht möglich. Es kann natürlich passieren, dass ich nicht nach SF komme sondern an meine zweite Uni, aber - nehmen werden die mich aller Wahrscheinlichkeit schon. Denn es kommen immer noch mehr Amerikaner zu uns als von uns rübergehen - was ein Paradoxon ist, denn in Kalifornien ist vermutlich fast jede Stadt größer als unsere. Aber auf Grund dieser Tatsache ist mein Austausch zu 99% fix.
Schock.
Bisher sprach ich immer davon "wenn das mit dem Austausch klappt". Das muss ich eigentlich nicht mehr tun. Jetzt steht da nur noch die Frage im Raum, ob ich das will. Ob ich mir das zutraue. Ob ich die Chance nutze. Ob ich das viele gesparte Geld ausgeben möchte. Ob mein Körper da mitmacht. Und ob ich das schaffe.
Ich sage mir dann jedes mal "ja". Aber noch ist das Ganze so weit weg, so unvorstellbar. So faszinierend abenteuerlich und so gar nicht wie ich. Dass ICH so etwas eines Tages in Angriff nehmen würde hätte ich ja ohnehin nie gedacht (und vermutlich keiner, der mich kennt), und ich frage mich immer wieder verblüfft, ob ich das eigentlich bin.

Jetzt muss ich mir nur noch beweisen, dass ich das bin.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Ergebnislose Suche

Heute habe ich mich noch einmal mit der Stipendiensuche beschäftigt. Es kann doch irgendwie nicht sein, dass nur zwei Stipendien in Frage kommen. Da muss es doch mehr geben!, dachte ich mir, und legte mit dem suchen los. Ich fand seeeeehr viele Stipendien, nur leider treffen sie alle auf mich nicht zu.
Entweder weil ich noch kein abgeschlossenes Studium habe. Oder weil ich nur ein, nicht zwei Semester gehen will. Oder weil ich einen Austausch von der Hochschule her mache und nicht von der Stiftung. Oder weil ich Musik studiere (für die NWs gibts ja sooooooo viel...). Oder weil ich nicht bedürftig bin. Oder weil die Frist schon vor einem halben Jahr (o_O) abgelaufen ist. Oder weil ich in die USA will.
Es gab sicher noch viele andere Ausschlusskriterien, aber sie fallen mir nicht mehr alle ein.
Nach zwei Stunden gab ich dann frustriert auf - es hat ja eh keinen Wert. Ich werde mich wohl mit den mir bekannten Stipendien begnügen müssen und einfach beten, dass ich da etwas bekomme. Bei der für Auslandssemester zuständigen Stelle beim Studentenwerk werde ich sicher auch noch anrufen, aber da mache ich mir keine Hoffnungen.
So ein Mist.

Freitag, 8. Oktober 2010

Gedanken, Gedanken, sie wanken und ranken...

Mir schwirrt der Kopf. Jetzt, wo der Toefl "bestanden" ist, ist das Ziel ja wirklich in greifbarer Nähe. Das heißt, dass ich mich so langsam auch mit meiner Bewerbung befasse. Was ich auf meine Aufnahme-CD packen werde ist vermutlich klar - ich denke dass ich meine Stücke von diesem Semester nehme, das müsste ich noch schaffen. Liszt Rhapsodie und Haydn Sonate (wenn vermutlich auch nicht die ganze) klingt doch nicht schlecht. Zur Not dann eben noch ein Scarlatti. WAS drauf soll ist also geklärt, jetzt bleibt nur noch die Hauptsache - das Zeug gut genug spielen dass sie mich auch nehmen.
Gestern abend habe ich mir dann mal die Kurse der SF-Uni angsehen. Das ist ja der Hammer was man da alles studieren kann! Da gibts Kurse über "The Beatles" oder "Steven Spielberg", Sachen über Tontechnik, Deutsch für Anfänger und sogar Vorlesungen über die deutschen Bach und Haydn. Die Kurse klingen irgendwie viel interessanter als hier... Vielleicht sollte ich die Gelegenheit auch nutzen und in den Jazz- oder Amerikanischen Musikbereich mehr einzusteigen. Mal sehen.
Was mir aber noch nicht ganz klar ist ist die Kurswahl an sich. Ich meine, ich muss ja logischerweise hauptsächlich Musikkurse belegen. Aber wie viele "Fremd"kurse dürfen da nun drin sein? Und vor allem, die Uni weiß doch jetzt noch nicht (und somit geschweige denn ich) was sie nächstes Herbstsemester anbietet. Da kann ich doch jetzt noch keine Kurse wählen. Wie soll das funktionieren? Fragen über Fragen... interessant war die Kursstöberei aber trotzdem. Ich blicke auch noch nicht genau, wie viele Kurse jetzt eigentlich normal sind... 5, 10, 15?
Die Zeit verflog gestern abend wie im Flug.
Auch andere Dinge versuchte ich zu erkunden. Wie funktioniert das mit dem graduate/undergraduate System - welche Kurse darf ich also überhaupt belegen? Schließlich werde ich ja kurz vor meinem deutschen Abschluss stehen, und wenn ich das recht verstanden habe ist das deutsche Vordiplom ungefähr so etwas wie der undergraduate Abschluss - regelt aber jede Uni trotzdem anders. Vielleicht sollte ich da mal mit meiner Mitbewohnerin reden ;)
Auch über Stipendien versuchte ich mehr rauszukriegen, bin aber genauso schlau wie vorher. Sieht wohl schlecht aus... Ich hoffe das renkt sich irgendwie noch ein. Gut ist allerdings schon mal, dass mir meine Freundin, die grad drüben in SF wohnt, die Nummer ihres Vermieters geben will. Wenn das in Frage kommt wäre das ja schon eine große Erleichterung. Die Frage, wie viel Gepäck ich mitnehmen darf kam auch schon auf - schließlich werde ich vermutlich für die ersten paar Tage ziemlich viel essen mitnehmen müssen.

Ansonsten fange ich an, mich zu freuen. Und überlege schon, welche Reiseführer oder Bücher ich mir besorgen soll. Bücher zum Studium in Amerika, Bände über Kalifornien. Der Markt ist ja groß. Zwei Dinge die in Kalifornien besucht werden müssen sind ja aber ohnehin schon mal klar (abgesehen von San Francisco selbst). Hollywood darf natürlich nicht fehlen. Und dann muss natürlich auch das Mekka der Star Wars Fans besucht werden, und wenn es nur die Außenmauern sind. Naaaa, wer kommt drauf? Sicher dass du schon weiterlesen willst?
Richtig, die Skywalker Ranch, Rückzugsort des Meisters höchstpersönlich. Wobei mehr als die Außenmauern wirklich nicht drin sein werden.
Was ich mit meinem Zimmer hier mache ist irgendwie auch noch unklar. Untermieten ist blöd, vermutlich zieht eh erst jemand zum Oktober ein und Mitte Januar werde ich ja schon wieder zurück sein. Für dreieinhalb Monate das ganze Zeug rein und rausräumen? (Ich habe hier mittlerweile seeeeeehr viel Zeug. Wirklich seeeeehr viel.) Außerdem habe ich ja auch hier mein Klavier, ich weiß nicht ob ich das so toll finde wenn jemand fremdes drauf rumklimpert... Die Mietersparnis wäre natürlich aber schon wichtig und toll. Großes Dilemma...
Ich frage mich auch, was in dieses Motivationsschreiben alles rein muss. Da werde ich mich mal bei vorherigen Austauschlern kundig machen müssen.

Alles in allem (Ha, die Phrase benutz ich auch immer bei englisch essays...) sind es also seeeehr viele Gedanken die mir da gerade im Kopf herumschwirren. Und das schlimme ist, ich glaube das wird nicht besser... vermutlich eher immer schlimmer. Hilfe! ;)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

WUUUUUUUUUUUHU!

Da habe ich es, schwarz auf weiß - das Ergebnis beträgt ganze 99 Punkte! Ich bin noch ganz zittrig, hibbelig und voller Energie (dabei bin ich eigentlich noch ein bisschen krank *g*). Lang, eeewig lang erschienen mir diese eineinhalb Wochen. Andauernd musste ich an die Ergebnisse denken und was ich mache wenn sie positiv oder negativ ausfallen. Kein Wunder also, dass ich andauernd schlechte Träume davon hatte...
Eigentlich wollte ich den Laptop heute noch ein wenig länger auslassen. Auch wenn die Kopfschmerzen schon fast ganz nachgelassen haben, gut gehts mir noch nicht. Bettruhe wäre eigentlich angesagt oder ein bisschen Klavierüben. Aber naja, freakig wie ich nun mal bin zog es mich dann doch irgendwann zum Schreibtisch. Wie immer als erstes Mails checken, eine Mail für meinen Gesangsstundenplan dieses Semester. Auf der anderen Adresse im Spam-Ordner dann der Schock - "Your TOEFL Scores are now Available" steht da im Betreff. Ich habe die Mail zwar noch geöffnet, den Inhalt aber nicht gelesen. Denn schwups, da war die Toefl-Seite schon geöffnet. Meine Finger zitterten sooo wahnsinnig! Ich konnte mich kaum einloggen. Auf der anderen Seite war ich aber auch merkwürdig ruhig. Seltsam.
Die Ergebnisse standen noch gar nicht auf der Seite wo ich sie erwartet hatte und wo ich jeden Tag regelmäßig reinschaue - man musste noch einmal auf "Details" klicken. Zwei Sekunden mehr Spannung... Und da blieb mir dann schier das Herz stehen als ich diese kleine "99" erblickte. Drei Sekunden später war dann auch der laute Freudenschrei in der ganzen WG zu hören. Noch ein Blick auf den Bildschirm, ob ich mich auch nicht verguckt habe, und schon stand ich in der Tür um den im Wohnzimmer anwesenden die Punktzahl entgegenzuschleudern. Ein bisschen Party, dann noch mal die Punktzahlen genau studieren. Und die überraschen mich jetzt doch ein wenig. Da hätten wir erst mal das Reading - 20 Punkte. Guuut, ich wusste das lief nicht so optimal... aber dass das dann doch so wenig war hätte ich nicht gedacht. Listening - 28 Punkte. Joa, kann ich nachvollziehen, wenn ich positiv drauf war hätt ich was in die Richtung getippt. Aber jetzt kommts. Speaking - 24 Punkte. Vierundzwanzig! Ja haben die mir überhaupt richtig zugehört? Da kann doch fast irgendwo was nicht stimmen. Ja, ich war nicht ganz so schlecht wie beim ersten Probedurchlauf (wo ja außer "äääähm" und "I...." kaum was rauskam), aber arg viel besser wars nun auch nicht. Oft lief die Zeit auch noch weiter und ich hatte nix mehr zu sagen, saß dann hilflos vor diesem Computer und zerbrach mir den Kopf. Aber ich will mich ja nicht beschweren *g* Das Writing war auch überragend. 27 Punkte, damit hatte ich nicht gerechnet. 20 vielleicht, im äußersten Falle. Aber dass ich da beides mal ein "Good (4.0-5.0)", also höchste Kategorie, dranstehen haben würde, nein, das hätte ich nicht gedacht. Im Lesen war ich immerhin oberer Durchschnitt, beim Hören brachte ich es auf ein "High"Level. Das Sprechen, ja, hier liest man zwei Mal "Fair" und nur ein Mal "good". Aber hey, selbst damit hab ich nicht gerechnet!

Ich bin immer nch voll von den Socken, und obwohl diese Entdeckung nun auch fast schon eine Stunde her ist kann ich es kaum glauben. Jetzt allerdings beginnen andere Dinge Formen anzunehmen. Habe ich mich auch nicht verguckt und ich brauche wirklich nur 80 Punkte (tausendmal kontrolliert, aber ich könnte mich ja in der Uni vertan haben...)? Was nehme ich für die Bewerbungs-CD auf? Und vor allem - jetzt komm sie langsam hoch, die Gewissheit dass es jetzt ernst wird. Die höchste Hürde ist genommen. Ja, auch bei den anderen kann es passieren dass ich drüberstolpere, es kann passieren dass mich die Unis nicht wollen oder dass es mit keinem Stipendium klappt. Aber das schlimmste und wichtigste liegt dennoch hinter mir. Jetzt muss die Planung des eigentlichen Austausches in Angriff genommen werden. Es wird ernst, es wird Wirklichkeit. Ja, ich gebs zu, mich beschleicht langsam ein Gefühl von Angst. Ich weiß dass es toll werden wird, aber ich weiß auch, dass sicher auch einige Tränen fließen werden. Wenn ein Traum langsam Gestalt annimmt dann frägt man sich natürlich ob es die Gestalt ist, die man auch haben will. Ja, das Grobe will ich natürlich haben. Aber ich denke es ist nur natürlich wenn ich auch Angst vor dem Unbekannten habe.

Egal, das wird jetzt erst einmal weeeeeeeeeit nach hinten geschoben. Heute darf ich erst einmal innerlich, und vielleicht auch ein wenig äußerlich, feiern. WUUUUUUUUUHU!

Montag, 4. Oktober 2010

Träume und Warten

Selbst nach dem Test lässt mich der Toefl nicht in Ruhe. Neulich hatte ich eine sehr unruhige Nacht deswegen, Alpträume obwohl der Mist schon vorbei ist. Ganze 53 Punkte hatte ich nur geschafft, nicht einmal 50 Prozent! Dieser Traum war wirklich nicht schön. Mittlerweile logge ich mich täglich mindestens ein Mal ein um zu schauen ob die Ergebnisse schon da sind - es hieß ja, dass sie in 1-3 Wochen da sein würden. Ich bin froh wenn alles vorbei ist und ich die Gewissheit endlich habe - egal ob so oder so. Wenn mir natürlich auch das eine "so" lieber wäre ;)

Samstag, 25. September 2010

Es wurde ernst

Geschaaaaaaafft! - würde Hiro Nakamura jetzt rufen. Ob ich das tue... keine Ahnung. Ehrlich. Ich fühle mich irgendwie nicht arg viel besser wie gestern... Aber fangen wir von vorne an.
Die Nacht heute war fürchterlich. Erst schlief ich nicht ein (was bei mir selten vorkommt) und dann wachte ich vor dem Wecker auf (was noch seltener vorkommt). Außerdem träumte ich miese Sachen. Keine guten Voraussetzungen also...
Nach dem aufstehen klappt alles aber ganz gut. Ich packe mich voller Glücksbringer (wenn die nicht gewirkt haben dann deshalb weil sie sich gegenseitig aufheben oder so) - SW-Shirt, SW-Socken, RedThree-Kette, Rogue Squadron-Schweißband und das kleine Ich bin Ich wandern in den Rucksack. Das muss doch reichen!
Auf dem Weg bleibe ich weitesgehend ruhig, bin aber dennoch zu unruhig um noch viel Vokabeln zu lernen. Macht nix... was jetzt nicht drin ist ist halt nicht drin. An der Gebäudetür hängt ein Zettel - Gruppe A in den ersten, B in den zweiten Stock. Ähm, bin ich jetzt A oder B? Egal. Hinter mir betritt noch ein weiterer junger Mann das Haus, wir suchen zusammen den Raum. Irgendwo sitzen einige Twens, das scheint der richtige zu sein. Auf dem Tisch liegen "Confirmations" - Erklärungen, dass wir den Test selbst erledigen und nix aus dem Inhalt verraten. Hier sind ebenfalls Unterteilungen in A und B vogenommen, wir entschließen uns einfach irgendeinen Zettel zu schnappen und setzen uns hin um den Text abzuschreiben (jaaa, das musste von Hand noch mal abgeschrieben werden... o_O). Nach einigem Warten (mittlerweile ist es ungefähr viertel nach elf, der Test ist auf 12 angesetzt) werden die Leute der Gruppe A aufgerufen. Ich bin nicht dabei, genausowenig wie der Typ und meine Nebensitzerin. Ein Blick in Raum A hat aber zumindest schon mal eines offenbart - Trennwände gibt es keine. Und da dies der Raum mit den Computern ist wird mein Raum der mit den Laptops sein, das habe ich im Internet schon nachgelesen. Stört mich jetzt nicht so... Daheim habe ich ja auch auf dem Laptop geübt.
Die Zeit vergeht. Kurz nach halb 12 werden wir von einer Dame in den zweiten Stock geführt. Der Raum besteht aus 4 oder 5 Sitzreihen, es gibt aber nur zwei Reihen voller Laptops. Wir wundern uns... Egal. Jeder setzt sich erst einmal hin, wir bekommen eine kurze Einführung. Alles wie gehabt, bis auf... "Sind die Tastaturen auf deutsch eingestellt?" frage ich. Denn die Laptops besitzen deutsche Tastaturen. Nein, antwortet die Dame, sie sind auf englisch eingestellt. Wir würden später noch eine Zeichnung bekommen wo welche Zeichen auf der Tastatur zu finden seien. Das ist der Moment in der ein Mädel hinter mir dann vollends denkt dass sie sich das nicht gefallen lässt. Denn zu Recht beschwert sie sich über die Bedingungen, die hier herrschen. Deutsche Tastaturen, wir sitzen fast Schulter an Schulter, es gibt keine Trennwände. Wie soll das funktionieren? Ich bin heilfroh auf meiner Tastatur das englische tippen schon geübt zu haben. Anderen geht das leider nicht so.
Nach ein paar Minuten müssen wir den Raum wieder verlassen. Es ist ihnen wohl aufgefallen, dass da ein paar Laptops fehlen... Die müssen jetzt erst noch aufgebaut werden.
Eigentlich sollte der Test um halb beginnen, wenn alle da sind, es ist jetzt schon 10 vor 12. Und wir sind noch nicht registriert. Wir wandern wieder abwärts, die andere Gruppe hat schon begonnen. Im Raum unterhalten wir uns gut, ich vergesse zeitweise, weshalb ich eigentlich hier bin. Meine Nervosität sinkt und kommt nur dann zum Vorschein wenn ich mich erschrocken an den Grund erinnere. Fünf nach 12 dürfen wir wieder hoch. Von jedem wird ein Foto gemacht - die meisten fallen katastrophal peinlich und schlecht aus, ich habe halbswegs Glück, mein Foto ist zumindest nicht so peinlich dass ich meine Resultate nirgendwo vorzeigen werde. Nach dem Foto und der Anmeldung darf jeder seinen Laptop suchen wo sein Bild erscheint. Ostern im September! Und dann geht es ganz schnell, denn plötzlich kann begonnen werden.
Netterweise dürfen wir sowohl trinken als auch essen auf dem Tisch behalten. Ich lege zu meinem Brötchen noch meine Immodium akut Tabletten, man weiß ja nie, was mein Magen sich wieder ausdenkt. So fühle ich mich auf jeden Fall sicherer. Und los gehts!
Zuerst wird das Mikro getestet. Warum, keine Ahnung - denn im ersten Teil vor der Pause gibts ja noch nix zum Sprechen. Die Kopfhörer lasse ich aber dennoch auf, denn es ist nicht gerade leise im Raum. So fühle ich mich ein bisschen mehr abgeschottet. Meine ehemalige Nebensitzerin war da schon cleverer, sie hat sich Ohropax mitgenommen.
Die erste Sektion ist das Reading. Die Texte sind länger als beim üben und auch irgendwie noch schwerer. Ich komme nur langsam voran. Für jeden Text reize ich fast die ganze Zeit aus und merke wie mir die anderen davon rasen. Die sind schon viel weiter als ich... Nur ein Text liegt mir, in diesem Thema kenne ich mich gut aus. Hier gewinne ich ein bisschen Zeit. Dummerweise beinhaltet diese Sektion diesmal ganze 5 Texte - das heißt 100 Minuten vollste Konzentration. Das ist wirklich nicht einfach und oft rate ich weil ich merke, wie mir die Zeit und Konzentration davonrennt.
Ich bin heilfroh als dieser Abschnitt vorbei ist. Es folgt das Listening. Das ist wirklich nicht schwer, ich bin mir zwar bei einigen wenigen Antworten nicht sicher, die meisten dürften aber stimmen. Vor lauter Panik, dass die anderen längst mit dem Sprechen anfangen wenn ich noch beim Listening bin beeile ich mich. Und bin am Ende total verwirrt dass ich als eine der ersten von meinem Bildschirm in die Pause entlassen werde. Waren das schon drei Listenings? Das kann doch nicht sein, da stimmt doch was nicht... Unsicher frage ich bei der Aufpasserin nach, sie versteht mich, glaube ich, nicht ganz, beruhigt mich und sagt das sei normal. Okay, wenn sie meint... Ich schnappe mein Brötchen und mache mich auf den Weg nach draußen. Toilette und dann schnell ein bisschen was in meinen sich schon beschwerenden Magen packen! Mir folgt ein anderer netter Typ. Ihn frage ich unsicher wie viele Listenings er hatte. Drei... Hm, ich kann mich wirklich nur an zwei erinnern. Aber sein letztes war das gleiche wie meins, dann wirds wohl stimmen.
Draußen kommen dann noch andere nach, die meisten sind jetzt in der Pause. Wir unterhalten uns ein wenig, die anderen haben die gleichen Eindrücke wie ich. Schweres Reading, leichtes Listening. Ich mache mich wieder auf den Weg nach drinnen denn meine Pause dürfte bald vorbei sein. Langsam werde ich nervös, denn jetzt folgt meine Todesdisziplin, das Speaking. Ich mache mir ein paar Notizen woran ich denken muss. Und dann geht es ratz fatz - Peng, da ist die Sektion schon vorbei. Zwischendurch hatte ich wahnsinnig zittrige Hände und war kaum in der Lage, mir Notizen zu machen. Aber hey, jetzt ist es geschafft! Jetzt kommt nur noch das Writing... Ein Klacks!
So ein Klacks ist es dann doch nicht, auch wenn ich nicht denke dass ich absoluten Mist geschrieben habe. Aber es geht gut voran und am Ende verlasse ich den Raum als zweite, alle anderen sind noch beim Test. Ich habe mich irgendwie vom fast letzten zum fast ersten hochgehangelt. Ich weiß nicht, wie...
Ich schnappe mir Rucksack und Jacke und flüchte. Draußen ziehe ich mich an und merke, wie die Anspannung meinen Körper verlässt. Und wie er jetzt anfängt zu zittern ob der psychischen Anstrengung. Ich fühle mich völlig leer und erschöpft, das Ganze war fast anstrengender als das Abi. Naja, kommt vielleicht ans Mathe-Abi ran... Am liebsten würde ich jetzt was essen und mich ins Bett legen, das geht ja aber kaum. Also fahre ich hungrig nach Hause und mache zwischendurch noch einen Abstecher in den Hugendubel um mir meine mir selbst versprochene Belohnung abzuholen - das neue Star Wars Buch. Allerdings bin ich in der Bahn fast zu müde und erschöpft, um zu lesen - was wirklich nicht oft vorkommt.

Was soll ich nun sagen? Die Organisation war nicht die Beste, zugegeben. Aber es war okay, man muss eben mit manchen Dingen einfach rechnen. Trennwände wären nett gewesen, aber mal ehrlich... wenn ich nun eine eventuell niedrige Punktzahl auf die Bedingungen schieben würde wäre das als wenn man den Schiri beschimpft obwohl man schlecht gespielt hat. Nein, man muss selber genug tun, dann kann einen sowas auch nicht stören (obwohl es manchmal wirklich sehr irritierend war...).
Meine Einschätzung? Keine Ahnung. Kann super gewesen sein oder eine Katastrophe... Das Speaking war besser als gedacht, das Reading schlechter. Ich fühle auch keine besonders große Erleichterung wie ich eigentlich gedacht hatte. Nun gut.
Heute abend gehts erst mal mit meiner Schwester ins Kino. Auch zur Belohnung. Duell der Magier.

Ich hoffe ich schlafe vor Erschöpfung nicht ein.

Freitag, 24. September 2010

Countdown 3 - Jetzt gilts.

Okay, jetzt ist es bald so weit. In 14 Stunden werde ich wohl, wenn alles glatt geht, an einem Computer oder Laptop sitzen und Fragen beantworten. Wenn ich daran denke wird mir schlecht... Andererseits, Halleluja dass es dann endlich vorbei ist. Ich habe teils sehr panische aber auch ruhige Momente. Es ist ja gar nicht schlimm... wenn ich "durchfalle" geht das Leben weiter. Oder, wenn ich mal zitieren darf (viele Grüße an Vuffi!): "losing your planet isn't the end of the world". Jaaa, ich weiß... Aber mal ehrlich, wer von euch wäre jetzt am Abend vorher vollkommen gechillt? Ich zumindest kann das nicht, vor allem weil ich weiß dass es verdammt knapp wird. Wäre da das Sprechen nicht wäre ich viel ruhiger, aber so ist es nicht. 
Und ich verspreche euch, das ist erst einmal der letzte Eintrag mit solchem Nervenflattern *g* Bis zum nächsten solchen wirds wohl noch ein paar Monate dauern - dann nämlich wenn ich kurz davor bin abzuheben. Egal wohin ;)
Und so ists ja - Cardiff würde sich sicherlich sehr freuen mich als Studentin zu kriegen. Nein, nicht wegen mir persönlich ;) Sondern weil die meisten Austauschstudenten, die da hin sollten, im letzten Moment abgesagt haben. Dann freuen die sich sicher riesig wenn man jemand kommt ;)
Ich werd mich dann wohl aufs Ohr hauen. Auch wenn ich jetzt noch nicht schlafen kann... Aber wenigstens lieg ich dann schon im Bett und bin bereit dafür. Drückt mir die Daumen, ich werde es sicher brauchen...

Generalprobe

Besser spät als nie habe ich mich vorhin daran gemacht einmal einen kompletten Test am Stück durchzuziehen. Was eine sehr gute Entscheidung war...
Ich habe festgestellt dass ich vor den ersten beiden Teilen eigentlich kaum Angst haben muss. Beide habe ich in weniger als der zur Vefügung stehenden Zeit beenden können und auch gute Punktzahlen erreicht. Reading waren 86 Prozent, beim Listening kamen zumindest noch 80 Prozent bei raus. Zahlen mit denen ich gut leben könnte ;)
Dann aber die Sektion vor der ich am Meisten Angst hatte und auch am wenigsten geübt habe - einfach wegen der Möglichkeiten. Sprechen üben ist gar nicht so einfach wie lesen oder hören. Nun, das hat sich auch deutlich gezeigt. Ich habe bei jeder Aufgabe vollkommen versagt, wenn es gut lief wenigstens rumgestottert, bei manchen aber keinen Ton von mir geben können. 15 Sekunden Vorbereitungszeit sind aus heiterem Himmel einfach zu wenig. Und dann wiederum gibt es 30 Sekunden bei Aufgaben wo man ohnehin schon Notizen hat. Hier war die Zeit oft zu lang... Ich vermute im Ernstfall hätte ich in dieser Sektion vielleicht zwei, höchstens drei Punkte bekommen. Von 30. Ja, das war richtig, richtig mies.
Das Schreiben war dann wieder nicht ganz so schlecht. Für 60 Prozent dürfte das ausreichen, wenn auch nicht für viel mehr. Aber das würde ja immerhin schon genug sein.
Vor lauter Schock über mein Versagen habe ich gleich noch einmal einen Test gemacht, diesmal aber nur das Speaking. Nun gut, jetzt lief es besser. Zumindest hatte ich keine Zwanzig Sekunden langen Lücken mehr und teils redete ich sogar die ganze Zeit über. Im Schnitt würde es wohl 2 von 5 Punkten für jede Aufgabe geben. Was unter 60 Prozent wäre, aber mit den 80 von den ersten beiden Kategorien auszugleichen wäre.
Das heißt dass ich im Endeffekt nur nicht die Nerven verlieren darf wie beim ersten Versuch. Wo ich absolut nicht mehr wusste was ich von mir geben soll. Weitersprechen, immer nur weitersprechen heißt die Devise. Und wenn es der größte Schwachsinn ist...
Ich habe also Chancen zu bestehen. Wenn auch nicht die allergrößten... Aber immerhin, die Chancen sind da.

Was mich allerdings nicht davon abhält, in große, riesengroße, galaxisgroße Panik zu verfallen. AH!

Donnerstag, 23. September 2010

Countdown 2

Jetzt sind es nur noch zwei Mal schlafen. Weniger als 48 Stunden... Langsam erfasst mich dann doch eine leichte Panik. Heute habe ich sogar zwei Essays geschrieben, war ein wenig unterwegs und habe ein bisschen meine Wörter gelernt. Ich mache mir langsam richtige Vorwürfe, nicht genug gelernt zu haben - andererseits weiß ich aber genau dass ich, auch wenn der Test erst in zwei Wochen wäre, vermutlich auch nicht mehr gelernt hätte. Ich hätte vermutlich einfach später angefangen... Dennoch, ein bisschen mehr Übung hätte nicht geschadet. Ich habe Angst, mich vollkommen zu blamieren und den Traum übermorgen zu zerstören.
Naja, andererseits - wenn ich den Toefl bestehe bin ich auch so gut wie drüben, außer es kommt noch was Geldtechnisches dazwischen. Kein Stipendium zum Beispiel wäre richtig bescheiden... Aber darum kann ich mir Sorgen machen wenn ich es darf. 
Wo ist nur meine "Wenns klappt, dann klappts - wenn nicht, dann nicht!"-Einstellung hin? Die hat sich irgendwie in den letzten Stunden verflüchtigt. Hat sich nen X-Wing geschnappt und ist zu den Sternen geflogen... So ein Mist. Dabei hätte ich so eine Coolness ganz dringend gebraucht.

Mittwoch, 22. September 2010

Schock

Ja, ich hatte vor einer halben Stunde wirklich einen richtigen Schock als ich mal in Ruhe die Abläufe des Testtages durchgegangen bin. Das ist ja wirklich richtig präzise was da ab geht, alles genauestens geregelt und durchgeplant. Und zum ersten Mal wurde mir bewusst dass ich da ja die ganze Zeit drinsitzen muss - Pech, wenn man auf die Toilette muss oder ähnliches. Man darf zwar raus, aber die Zeit läuft natürlich weiter. Logisch. Trotzdem aber dumm ;)
Nein, das war es nicht, was mich geschockt hat. Geschockt hat mich folgender Satz:
  • To be admitted to the test center, all passports and other IDs must be in English-language letters and have your signature.
Unterschrift, klar, hat mein Ausweis. Aber englische Buchstaben? Hilfe! Panik! Da ist ein "ü" in meinem Namen, was meines Wissens nach kein englischer Buchstabe ist. Dabei stand bei der Anmeldung explizit dran:

Accent marks such as the caret (ê), cedilla (Ç), tilde (ñ), grave accent (è), and umlaut(Ö) are not supported by this application. Please do not use these characters when creating your profile. If these characters appear on your legal ID, it should not prevent you from being admitted to the testing center.

Ja was denn nun?!? Ich gehe einfach mal davon aus, dass alles stimmt. Jetzt noch per Mail nachfragen kann dauern - man soll 3-6 Wochen einplanen. Und anrufen in den Niederlanden muss, finde ich, nicht unbedingt sein. Ich bin doch sicher nicht die erste mit Umlaut im Namen. Ich denke also nicht, dass das ein Problem sein wird... Dennoch frage ich mich, was genau dann mit "english letters" gemeint ist? Sicher verstehe ich irgendwas einfach nicht und alles ist ganz logisch, ich habe sicher wieder Tomaten auf den Augen. Wenn jemand mich hier aufklären kann und mir meine doch noch etwas vorhandene Panik (wenn auch nicht mehr so groß nach dem schwarz auf weiß) nehmen kann - bitte! Sehr gerne...

Countdown

Noch drei mal schlafen.
Im Normalfall habe ich das als Kind immer dann ausgerechnet wenn es auf etwas tolles, großes zuging - Geburtstag, Weihnachten, Ostern, ... Heute mache ich es umgedreht. Ich zähle schon die Nächte bis zum großen Tag, bis zur großen Blamage oder bis zum Bangen obs gereicht haben wird. Ich bin jetzt gerade sehr zwiegespalten. Einerseits denke ich mir, dass ich noch viel lernen muss, pauken was das Zeug hält. Immerhin habe ich bisher noch nicht genug getan! Die andere Seite denkt sich - was du bis jetzt noch nicht drin hast schaffst du in den drei Tagen auch nicht, und überhaupt, entweder es klappt oder nicht. So oder so, auf jeden Fall habe ich jetzt ein Dauer-Schlechtes Gewissen.
Außerdem bin ich zwigespalten ob der Gefühle über diesen Tag. Ja, einerseits habe ich eine riesige Angst, fast so, als müsste ich den Todesstern attackieren. Ich habe eine wahnsinnige Panik zu versagen, Mist zu bauen oder einfach nur eingestehen zu müssen dass ich richtig schlecht bin. Und auf der anderen Seite freue ich mich fast darauf. Warum? Weil der Mist dann endlich vorbei ist, so oder so. Dann brauche ich nicht mehr denken, warum ich heute kein englisch gelernt hab, es reicht dann, mir Vorwürfe zu machen dass ich nicht geübt oder für die Uni gelernt habe.

Ich mache nicht mehr viel. Ich schreibe noch mein tägliches Essay, lese englische Bücher. Und mache kleine Grammatik-Übungen im Internet, die aber nur fürs schriftliche helfen werden.
Ich weiß, wenn alles gut läuft kann ich es schaffen. Das Listening hat bisher richtig gut geklappt, wenn ich mich beim Reading anstrenge und nicht in Panik gerate wird das auch funktionieren. Writing - naja gut, das kommt aufs Thema an, aber wenn es nicht der allergrößte Mist ist ist die einzige Gefahr hier dass ich ebenfalls Panik bekomme und mir die Zeit nicht reicht. Aber alle diese drei Aufgaben könnte ich meistern, mit Glück sogar gut.
Wenn da nicht das Speaking wäre... dafür habe ich allergrößten Respekt. Vor allem weil man unter diesem absoluten Zeitdruck steht. Frage, 15 Sec. Vorbereitung, 60 Sec. Sprechen. Hilfe! Hier könnte ich wirklich absolut versagen. Aber gerade das kann ich auch kaum üben. Sicher, ich spreche mittlerweile oft englisch vor mich hin, aber das ist etwas völlig anderes.

Ich werde wirklich froh sein wenn der Test gelaufen ist. Ich bin mittlerweile schon vollkommen verwirrt was das Schreiben angeht. Denn im icq schreibe ich "auf englisch", meine Essays natürlich auch. Aber alles andere schreibe ich noch immer in der deutschen Tastatur. Warum? Einerseits mag ich es selber nicht so sehr, wenn ich irgendwo im Internet einen Text ohne Umlaute lesen muss. Andererseits aber will ich schließlich das deutsche Tippen nicht vollkommen verlernen und es geht außerdem viel schneller. Dieses Hin und Her führte aber jetzt dazu, dass ich nicht mehr weiß wo ich wie schreibe. Es kam sogar schon vor, dass ich in einer sms anstatt "ü" "ue" schrieb... Und auch hier in diesem Blog wollte ich am Anfang andere Tasten verwenden. Und als ich heute ein deutsches Wort "auf englisch" las und mich wunderte, was das für ein seltsames Wort nur sei... tja, da habe ich festgestellt dass es wirklich langsam Zeit ist dass es vorbei ist.
Noch 72 Stunden, dann ist es definitiv vorbei.

Montag, 20. September 2010

Zwischenstand

Es ist wirklich faszinierend.
Heute habe ich mich endlich daran gemacht, Listening zu üben. Wird ja auch langsam Zeit... *damdidam* Also bin ich die Beispiele im Buch durchgegangen.
Erste Erkenntnis: Ich verstehe Frauen einfach besser als Männer. Tut mir Leid, aber es ist einfach so. Aus irgendwelchen Gründen nuscheln die Männer auf den Aufnahmen mehr. Allerdings geht es auch anders - einer der Typen sprach klar. Aber ich habe auch sonst schon die Erfahrung gemacht, dass ich Männer nicht so gut verstehe. Weiß der Imperator wieso...
Zweite Erkenntnis: Es ist zum Schießen. Beim Reading habe ich die meisten Texte wirklich sehr gut verstanden und konnte die Aufgaben dennoch nicht lösen. Beim Listening ist es genau umgedreht. Bei der einen Vorlesung habe ich wirklich so gut wie nichts verstanden aber einfach mal fleißig Stichworte aufgeschrieben. Mithilfe derer ich alle Fragen korrekt beantworten konnte, obwohl ich den Sinn der Vorlesung nicht verstanden habe. Es ist einfach verrückt.
Sollten die Fragen im wirklichen Test dann auch so sein wie gerade eben dann gehe ich da sehr locker ran - ich hatte insgesamt gerade einmal zwei falsche Antworten. Das ließe hoffen wenn ich genau wüsste dass die Aufgaben dort nicht schwerer sein werden.

Mit dem Writing habe ich Ende letzter Woche ebenfalls begonnen und mir fest vorgenommen jeden Tag zumindest ein Essay zu schreiben. Besser als nichts. Teilweise sind die Beispielaufgaben im Buch aber auch wirklich bescheuert. Warum, eurer Ansicht nach, erinnern sich manche Leute an besondere Geschenke die sie erhalten haben? Und jetzt begründe das mal ausführlich und schreibe einen Aufsatz darüber *seufz* Nun gut, ich habe das jetzt ein bisschen trainiert und hoffe dass ich immer besser darin werde mir fadenscheinige Gründe aus den Fingern zu ziehen.
Eine Wortliste mit nützlichen Wörtern habe ich mir auch zusammengesucht - jetzt müsste man die Worte nur noch lernen. Tja, wenns weiter nichts ist... mein Vokabelgedächtnis ist nämlich in den letzten paar Jahren auf höchstens die Größe eines Stecknadelkopfes zusammengeschrumpft (was eigentlich viel wäre, wenn ich es mir so Recht überlege, denn das Gehirn ist ja nun nicht sonderlich groß... aber man versteht, was ich meine). Jetzt bleibt nur noch zu hoffen dass mir die wichtigsten Wörter im Ernstfall auch einfallen. Ansonsten sind 200 Euro wohl im... ähm... Nunja.

Montag, 13. September 2010

Reading - okay.

Heute habe ich es mal in Angriff genommen, 5 Texte durchzuarbeiten. Von den 70 zu erreichenden Punkten habe ich tatsächlich 58 erreicht - 82,9 Prozent. Das sieht doch gar nicht so schlecht aus, wenn man bedenkt, dass ich 66,7 Prozent für das "Bestehen" brauche. Aber eines habe ich erneut festgestellt:
Interessiert mich der Text und habe ich ein wenig Vorwissen so ist es ein Leichtes, die Fragen zu beantworten. Es geht schnell und ich muss kaum nachdenken (so geschehen bei einem Text über das frühe Kino). Anders sieht es aus bei Themen, die für mich völlig abstrakt sind, wo ich kein Vorwissen habe und die mich, wenn ich ehrlich bin, auch nicht sonderlich interessieren. So geschehen bei einem Text über das Ausbreiten der Wüsten. (Nicht falsch verstehen, ich finde es wichtig, sich damit zu beschäftigen und auch nicht gut, dass sie sich ausbreiten. Aber man kann sich in seinem Leben auch nicht mit allem beschäftigen...) Hatte ich beim ersten Text 13 von 14 Punkten ohne viel Zeit zu verlieren bekam ich bei letzterem nur 8 - und das nach langem Überlegen und knobeln.
Für mich erneut ein Zeichen, dass man bei diesem Test wirklich Glück oder Pech haben kann.
Was übrigens auch auf die Writing-Sektion zutrifft. Da gibt es Aufgaben, die sehr interessant klingen und bei denen ich locker etwas schreiben könnte. Und Aufgaben, bei denen ich bei selbst intensivstem Nachdenken nicht auf irgendwelche Ideen komme.
Also hilft wohl nur eines - die Macht muss mit mir sein...

Samstag, 11. September 2010

Das Schreiben neu lernen

Für den Toefl-Test soll man ja auch üben, auf englischer Tastatur zu schreiben, denn der Test wird auf selbiger stattfinden. Das tue ich nun schon seit ein paar Tagen. Und damit ich mich auf meiner deutschen Tastatur, die auf englisch eingestellt ist, auch zurecht finde, habe ich mir ein paar Bepper draufgemacht. Die Tastatur sieht nun wirklich lustig aus, das muss ich schon sagen.... und die Bepper sind nun wahrlich nicht mehr so weiß wie am Anfang ;)

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, auf dieser Tastatur zu schreiben. Schließlich ist ja nur das z und das y vertauscht. Zumindest was die Buchstaben angeht. Das Problem sind nur die ganzen Sonderzeichen, denn außer dem Ausrufezeichen, dem Punkt und dem Komma ist ja fast nichts mehr an seinem Ort...
Das mit dem z krieg ich mittlerweile ganz gut hin. Probleme bereitet mir nur noch das y, denn das benutzt man ja im deutschen nicht unbedingt viel.
Dumm nur, dass es im englischen genau umgedreht sein wird...

Freitag, 3. September 2010

Ein Alptraum

Irgendwann heute Nacht fand ich mich in einem Jugendhotelzimmer wieder. Und erschrocken stellte ich fest, dass heute der Toefl-Test sein sollte. Und es war schon elf Uhr... Aus irgendeinem Grund hatte ich in einem Zimmer im Toefl-Zentrum geschlafen. Zusammen mit meiner Mitbewohnerin, die den Test ja auch absolviert. Obwohl ich in der gleichen Stadt wohne. Und aus irgendeinem Grund hatte ich seit dem gestrigen Tag in der Zeit nichts mehr gelernt - ich war ziemlich überrascht. Und panisch. Warum war ich so blöd gewesen? Vor allem als mir um viertel vor 12 einfiel, dass ich meine Anmeldebestätigung nicht ausgedruckt hatte.
Zum Glück gab es im Zentrum eine ganze Menge Computer, von denen allerdings - wie zu besten Zeiten in der Hochschule - nur gut ein Drittel funktionierte. Die natürlich alle belegt waren... Und die, die taten, waren höchst unzuverlässig.
Zum Glück war ich nicht die Einzige, die den Ausdruck vergessen hatte, meiner Mitbewohnerin ging es genauso. Ich wusste genau, wo ich den Ausdruck finden konnte, im Internet - wo er allerdings nicht mehr war. Von meiner Mitbewohnerin, die das einfach mal probiert hatte, erfuhr ich, dass man keinesfalls ohne diesen Ausdruck teilnehmen konnte. Irgendwann fand ich ein Beispielformular. Wo irgendwas von wegen "Vergessen sie auf keinen Fall ihr Foto!" stand... Was ich erst einmal ignorierte, denn ein Foto hatte ich natürlich nicht dabei (obwohl in der Regel immer eines in meinem Geldbeutel ist). Ich fand und fand das Formular einfach nicht, und die Zeit lief, bis spätestens halb eins musste ich angemeldet sein...

Und das war dann der Moment, an dem ich schweißgebadet meine Augen öffnete.
Ob das jetzt ein Wink des Schicksals war (drucke den Mist sofort aus!) oder ein Traum aus meinem Unterbewusstsein, der mir sagen will, dass ich zu wenig lerne - keine Ahnung. Aber vielleicht wird es ja in beide Richtungen eine Wirkung haben. Vielleicht.

Donnerstag, 2. September 2010

Listening - leichter als gedacht

Es gibt auch erfreuliches zu berichten. Ja, man glaubt es kaum...
Mittlerweile bin ich in der Listening-Section angekommen. Nicht dass ich alls Reading-Practises schon gemacht hätte, nein, bei weitem nicht. Aber ich will erst einmal alle Sektionen durchhaben bevor ich damit beginne. Einen Text habe ich gestern bearbeitet und ganze 11 von 15 Punkten richtig gehabt. Nun gut, das wäre ja, hochgerechnet, ganz knapp Ziel erreicht. Etwas zu knapp für meinen Geschmack, aber ich habe ja noch 3 Wochen...
Aber zurück zum Listening.
Klar, das Buch kann mir nichts vorlesen. Die Unterhaltungen/Vorlesungen sind abgedruckt, man muss sie also lesen. Und schon beim lesen fiel mir auf, dass mir dieser Stil weitaus besser liegt als der der Fachtexte. Hier habe ich das Gefühl, wieder Harry Potter zu lesen - ich verstehe fast jedes Wort, die Sprache ist einfach, es ist alles klar und eindeutig. Ich höre fast Hagrid oder Ron sprechen - wie leicht plötzlich alles ist! Ich habe mir die Beispiele einmal konzentriert durchgelesen und dann die Beispielfragen beantwortet, ohne noch mal in den Text zu schauen. Und was soll ich sagen - wenn die Leute schön deutlich sprechen und die Fragen so einfach bleiben, dann dürfte diese Sektion für mich ein geringeres Problem werden als ich bisher angenommen hatte.
Ich hatte am meisten Angst vor diesem Viertel. Ich höre nicht sonderlich gut (nicht wegen Hörfehlern, sondern das Englische ;) ), das war schon immer mein Problem. Aber wenn die Fragen hier vier mal so leicht bleiben wie die beim lesen - dann habe ich davor keine Angst mehr.

Reading Section - read, and read, and read, ...

Gestern war ich ziemlich wütend. Wütend auf die, entschuldigung, teils beschissenen und unfairen Fragen, die in dem Toefl-Buch als Beispiel in der reading-Section genannt werden. Ich bin im lesen eigentlich ziemlich gut - was Bücher angeht. Gut, ich verstehe nicht jedes Wort, aber ich verstehe immer worum es geht, und das ist ja die Hauptsache. Bei den Toefl-Texten ist das nicht so. Es sind Fachtexte, was schon mal etwas schwieriger ist als die Romane, die ich im Normalfall lese. Das wäre ja noch in Ordnung - wenn es Fachtexte wären, wovon ich Ahnung hätte. Andauernd wird in diesem Buch gesagt, es sei nicht wichtig, dass man sich in diesen Gebieten auskennen müsse, alle relevanten Wörter würden erklärt werden. Nun gut, entweder das ist nicht wahr oder meine Allgemeinbildung ist noch schlechter als ich dachte.
Ein Beispiel.
Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung von Kunst. Nicht schlimm!, sagt Toefl. Alles was Sie wissen müssen, wird im Text erklärt... Pustekuchen. Einen Text, in dem es um die Unterschiede von Fine Arts und Applied Arts geht zu verstehen ist ziemlich schwer wenn man nicht mal auf Deutsch weiß, was angewandte Kunst und Schöne Künste sind. Nein, in meinen Augen wurde das im Text nicht erklärt, es wurde sofort losgelegt mit den verschiedenen Merkmalen.
Ein anderes Beispiel.
Ein Text. Dazu gibt es sechs Aussagen. Der Teilnehmer soll nun eine Zusammenfassung des Textes mit drei dieser Aussagen erstellen, also die wesentlichen Hauptpunkte heraussuchen. Klingt ja erst mal ganz einfach.
Dumm ist es nur, wenn alle sechs Aussagen korrekt sind. Und es selbst im Deutschen kaum möglich ist, unter diesen sechs Aussagen die drei wichtigsten herauszufiltern - einfach aus dem Grund, weil jeder in diesem Text etwas anderes als wichtig erachten wird. Ja, es gibt Aussagen die wirklich wichtig sind - diese erkennt man im Normalfall auch ziemlich schnell. Aber meist sind das nur eine oder zwei der drei zu wählenden Punkte. Und dann - muss man eben raten. Was würden die Tester nun als wichtigstes erachten? Mir fällt das ehrlich gesagt ziemlich schwer.
Ein drittes Beispiel.
Es gibt Fragen, die klar sind. Die Antworten dazu sind es auch. Aber manchmal ist es ein einziges Wort, dass in einem langen Text die Antwort beinhaltet - und diese muss man erst mal finden. Wäre kein Problem wenn man viel Zeit hätte. Dumm nur, dass man unter ziemlichem Zeitdruck steht. Ich kann mir nicht vorstellen wie das im Ernstfall funktionieren soll.

Es ist nicht so, dass ich alle Fragen schlimm oder doof finde. Es gibt genug, die in Ordnung sind, einige wenige sogar ziemlich einfach. Aber in meinen Augen sind es immer noch genug Fragen bei der die Lösungen einfach Glückssache sind, und das darf einfach nicht sein.
Oder ich bin einfach zu doof für diesen Test.

Donnerstag, 26. August 2010

Erstes Lernen

Jaaa, endlich habe ich angefangen, ernsthaft zu lernen. Was ich bisher getan hat kann man ja nicht wirklich Vorbereitung nennen - Beim Arzt im Wartezimmer in "Check your Vocabulary" reinschauen, Harry Potter auf englisch lesen und Star Wars X-Wing Hörbücher anhören.
Aber heute habe ich tatsächlich eines meiner fetten Bücher geschnappt und angefangen, darin zu lesen. Ob man das lernen nennen kann, keine Ahnung, aber leicht war das nicht. Allein um diesen Test zu schreiben muss man ja schier eine Doktorarbeit durchlesen, sonst hat man keine Chance. Die verschiedenen Aufgaben, Zeitvorgaben, Möglichkeiten und Nicht-Möglichkeiten sollte man vorher wirklich wissen, sonst ist man dann unter Druck richtig aufgeschmissen.
Also habe ich heute immerhin schon 50 Seiten durchgearbeitet. Das ist jetzt nicht sonderlich viel, aber besser als nichts. Leicht ist das Ganze auf jeden Fall nicht, wenn ich bisher geahnt habe, dass da viel auf mich zukommt - jetzt weiß ich es sicher. Immerhin weiß ich jetzt in etwa die Aufgabenstellungen und kann mich da besser darauf vorbereiten.
Das Problem ist nicht das Englisch an sich, sondern die Fachtextsprache, die mir die Probleme bereitet. Da sind dann oftmals genug Wörter darin, die ich nicht verstehe, was den Satz dann auch unverständlich macht. Und wenn ein Satz fehlt, ist auch gleich der ganze Abschnitt eventuell nicht mehr ganz klar. Logischerweise.
Ich hoffe, das wird im Laufe der nächsten Wochen noch ein bisschen leichter. Ich traue mir zwar zu, 50 % zu erreichen - aber zwei Drittel? Fragwürdig. Immer noch.

Mittwoch, 25. August 2010

Toefl die dritte

Es ist vollbracht - meine Anmeldung für den Test (Datum: 25. September, noch genau ein Monat!) ist erfolgreich von statten gegangen. Seltsamerweise hat mein FF die Seite heute als sicher eingestuft. Ich habe zwar wieder einige Versuche auf Grund von Serverüberlastungen und "ausgelaufenen Zahlungszeiten" gebraucht, aber who cares - es ist getan.
Ob ich mich freuen soll oder Panik kriegen - das weiß ich selber nicht. Auf jeden Fall gibts es JETZT aber zuerst kein zurück mehr.
Drückt mir die Daumen, dass ich jetzt wirklich anfange zu lernen...

Dienstag, 24. August 2010

Toefl-Test-Anmeldung

Jetzt ist es so weit, endlich habe ich mich aufgerafft und die Anmeldung zum Test in Angriff genommen - einen Monat vor dem Termin. Vielleicht setzt mich das ein wenig zum lernen unter Druck, wenn ich dann endlich mal angemeldet bin...
Schon alleine das Account erstellen dauert seine Zeit. Jede Angabe wird drei Mal überprüft. Bloß keinen Fehler machen! Manche Daten muss ich nachschlagen - so lebenswichtige Vokabeln wie "Postleitzahl" habe ich nämlich in der Schule nie gelernt, oder zumindest erinnere ich mich da nicht daran. Als ich nach einer halben Stunde den Account endlich fertig hatte war ich schon ziemlich erleichtert. Die Hälfte geschafft!
Pustekuchen. Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst, was ich jetzt weiß...
Bei der Anmeldung zum Test ging alles schief. Andauernde Serverüberlastung, die den Ameldeprozess zum stocken bricht. Einmal muss ich sogar von vorne anfangen.
Dann kann ich mir keine Originalergebnisse zuschicken lassen - das ginge nur, wenn ich anstatt meines Namens "Hochschule Müller" eintragen würde, oder so etwas. Dafür kann ich es zumindest versuchen, mir mehrere Originale an meine Hochschule schicken zu lassen. Die aber nicht in der Liste steht und ich somit drei Mal von Hand eintragen muss. Schließlich sind ja 4 Originale im Preis enthalten, und als guter Schwabe verschwendet man ungern.
Na gut, nachdem dieses Problem nach viiiiiel Zeit endlich gelöst ist, gehts dann eben weiter zum bezahlen. Kreditkarte, ist ja klar, anders gehts kaum. Aber was ist das? Mein guter alter Firefox gibt mir die Mitteilung, dass diese Seite kein gültiges Sicherheitszertifikat besitzt. Ich KÖNNTE natürlich trotzdem weiter machen. Aber mal ehrlich, ich muss da vertrauliche Bankdaten übertragen, das kann doch nicht sein? Die Seite war bist jetzt gut verschlüsselt, so mir zumindest die Adressleiste angezeigt hat. Aber zu den Bankdaten komme ich einfach nicht. Es ist kein einmaliger Fehler, ich habe es mehrmals probiert.

Mittlerweile bin ich am verzweifeln. Ich saß den ganzen Nachmittag an dieser bescheuerten Anmeldung, die somit immer noch nicht erledigt ist. Und nicht nur das, ich weiß jetzt auch nicht weiter. Wen soll ich schon fragen? Ich kenne niemanden, der diese Anmeldung erst kürzlich getätigt hat. Dort anrufen? Tja, es gibt ne Nummer für die USA. Die telefonische Anmeldung für die deutschen, die läuft über die Niederlande. Und dann gibts da noch ein Testcenter in Hamburg, das eine Telefonnummer besitzt, aber eigentlich nur zur persönlichen Vor-Ort-Anmeldung da ist. Mail schreiben ist aussichtslos, kann wohl ein paar Tage bis Wochen dauern.

Diese Homepage und diese Anmeldung haben mich ohne Übertreibung wirklich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Mittlerweile bin ich so gereizt und mit meinem Latein am Ende, dass ich mich JETZT schon frage, ob ich mir diesen Organisationsstress ein Jahr lang wirklich geben will. Meine Nerven ertragen das nämlich nicht viel länger, am liebsten würde ich meinen Laptop packen und aus dem Fenster... nun gut. Ludwig kann schließlich auch nichts dafür.

Pläne für morgen?
Das Ganze an einem anderen Rechner versuchen, meine letzte Hoffnung. Dann ein Anruf in Hamburg. Ich bezweifle, dass die mir weiterhelfen können, aber Wunder gibt es immer wieder... und wenn das alles nichts hilft werde ich wohl zu meiner Oma wandern, die eine Flatrate für Europa hat und dann von dort aus in den Niederlanden anrufen, um meine Anmeldung dann telefonisch durchzuführen. Das gefällt mir zwar auch nicht so unbedingt, bestimmt wird das nicht so leicht, die Anmeldung auf englisch durchzuführen.
Aber vielleicht habe ich das Ganze auch falsch verstanden und ich kann mich doch in Hamburg anmelden. Oder so... Positiv denken. Einfach nur positiv denken...

Montag, 26. Juli 2010

Lernen, lernen...?

Vorbereitung auf den Toefl-Test - damit sollte ich langsam wirklich ernsthaft anfangen. Der Termin ist seit heute mal auf den 25. September angedacht, ob das so bleibt - wer weiß. Aber bald müssen wir uns eh dafür anmelden.
Mittlerweile habe ich zwei Bücher aus der Bücherei, ein drittes ist bestellt und kommt irgendwann. Da hätten wir einmal dieses hier, dann noch das und zur Ergänzung dieses. In letzteres habe ich heute schon einmal reingeschaut und die ersten zwei Seiten gemacht. Irgendwie ist das aber nicht sonderlich viel, wenn man sich anschaut, wie viele Seiten diese ganzen Bücher haben und wie wenig Zeit vor mir liegt. Ich frage mich, wie man diese Bücher durcharbeiten soll... dabei habe ich eigentlich ja 9 Jahre englisch gehabt und kann sogar Bücher auf Englisch lesen. Dadurch sollte ich die 80 von 120 erforderten Punkte doch eigentlich kriegen. Eigentlich. *seufz*

Samstag, 10. Juli 2010

Viele, viele Gedanken

Was gibts nun, eine Woche später, an Neuigkeiten?
Tja, die größte Neuigkeit ist wohl, oh Überraschung, dass es noch komplizierter wird als angenommen. ;)
Die Bewerbungsfrist für die Stipendien sind teilweise schon abgelaufen (jetzt schon! Für das nächste Wintersemester in eineinhalb Jahren! Glaubt man das...), für die anderen hat man dafür aber noch schön viel Zeit. Dumm nur, dass man dann erst kurz vor knapp erfährt, ob man das Stipendium bekommt. Zumindest bei den Stipendien, die ich bisher ausfindig gemacht habe (das Landesstipendium Ba-Wü und das Reise-Stipendium von fulbright). Alle anderen Stipendien trafen auf mich irgendwie nicht zu... Aber da muss ich vielleicht einfach noch weiter suchen.
Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt, das Budget. Ich wusste ja, dass es teuer wird (oder habe es geahnt), aber wenn man das Ganze dann mal durchrechnet und die doch relativ hohe Zahl vor den drei Nullen sieht muss man schon erst einmal schlucken. Ist mir das wirklich so viel Wert? frägt man sich dann unvermeidlich. Ich habe mir darauf mit ja geantwortet - denn wann mache ich so was schon, wenn nicht im Studium? Außerdem lebe ich im hier und jetzt, und ewig sparen um das Geld nie ausgeben zu können wäre ja auch bescheuert (und das aus meinem Mund!!!). Naja, diese hohe Zahl will aber trotzdem finanziert werden. Wenn ich kein Stipendium kriege sieht es ziemlich eng aus, da auch das Auslands-Bafög vermutlich nicht für mich in Frage kommen wird. Nun gut, alles zu seiner Zeit.
Der nächste Punkt - wie komme ich da rüber? Ich habe es ja schon erwähnt, ich habe eine ziemliche Flugangst. Zwar gibt es sicher Leute, bei denen sie schlimmer ausgeprägt ist, schließlich saß ich schon auf zwei Reisen je zwei mal im Flieger. Aber beide Male waren das kurze Hüpfer und auch da war ich schon ziemlich panisch. Und wer jetzt mit dem Argument kommt, in größeren Maschinen ists nicht so schlimm oder das Flugzeug ist doch eh das sicherste Verkehrsmittel - ne, danke, hilft mir alles nichts ;) Eine Schiffsreise wird wohl wegen der zu hohen Kosten nicht in Frage kommen, nachfragen werd ich beim Reisebüro trotzdem mal. Im Netz konnte ich bisher nämlich nur Kreuzfahrten finden, keine einfachen "Überfahren". Vielleicht gibts so was ja heutzutage gar nicht mehr...? Eine Reise auf dem Frachtschiff kommt leider wegen der nicht vorhandenen Flexibilität nicht in Frage. In den USA müsste ich natürlich dann noch in den Flieger steigen um nach Kalifornien zu kommen - aber damit könnte ich leben. Nun denn, alles zu seiner Zeit.
Gaaaanz wichtig ist jetzt erst mal eines: Der blöde Toefl-Test. Der wird wohl ohnehin die größte Hürde. Ja, ich hatte eine zwei in Englisch, aber irgendwie weiß ich bis jetzt nicht wieso. Ich kann mir nicht vorstellen, bei diesem Test wirklich gut abzuschneiden. Und leider war ich auch noch nicht in der Lage herauszufinden, wie viele Punkte für S.F. nötig wären - was meine Englischkenntnisse irgendwie "beweist". Anscheinend sinds ja nicht so viele, also hoffen wir mal da drauf. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie man sich da am Besten drauf vorbereitet. Und dafür ist es jetzt schon Zeit.

Willkommen

Der Post vor diesem stammt eigentlich aus einem anderen Blog von mir und wurde am 2. Juli, also vor knapp einer Woche, geschrieben. Ich dachte mir aber, dass das Thema vielleicht auch einen eigenen Blog wert ist - ein Blog in dem ich nur über meine Überlegungen, Ängste und Freude in Bezug auf meinen Austausch schreibe - sollte er überhaupt jemald Wirklichkeit werden. Aber hinterher ist man immer schlauer und sollte es klappen würde ich mich ziemlich ärgern ;) Und da dieser Post ziemlich zeitnah nach der Idee geschrieben wurde ist er doch der perfekte Einstieg hier.
Willkommen also hier in meiner zweiten Gedankenwelt, mal sehen, ob was draus wird - und wenn ja, was.

Ein Traum

Was macht man, wenn man sein Leben umkrempelt? Man geht ins Ausland, bricht alle Brücken ab und beginnt wieder von vorne.
Naja, also ganz so krass will ich das nicht. Aber das mit dem Ausland hört sich prinzipiell mal nicht so schlecht an... Bisher kam das nicht in Frage, schließlich wollte das Studium schnell abgeschlossen werden um schnell zu arbeiten. Das ist ja jetzt nicht mehr ganz so nötig und eine Lebensänderung wäre toll. Und als dann meine Mitbewohnerin begeistert von einer Infoveranstaltung heimkam und von einem Auslandssemester schwärmte entsponn sich erst einmal die verrückte Idee, die langsam irgendwie ernsthafter wurde. Naja, so ernsthaft dann doch noch nicht ;) Aber ernsthaft genug um sich wirklich Gedanken darüber zu machen.
Am Liebsten wäre mir ja ein englischsprachiges Land. Ich Fremdsprachen-Niete hab da wohl noch die besten Karten mich durchzuboxen ;) England wäre toll oder Wales. In Schottland gibts leider nichts... Aber Cardiff klingt doch ganz nett.
Richtig gefesselt hat uns beide aber ein viel größeres Unterfangen. Nein, was wollen wir mit England oder Frankreich - die USA sollen es werden. Wenn schon, denn schon! Der große Vorteil wäre eben, dass man dort nicht nur Musik belegt. Nein, man kann sich seine Credits zusätzlich mit Literatur, Theater oder Physik vollpacken - auf was man eben Lust hat! Das nenne ich dann Studium. Ein bisschen breitgefächerter, nicht nur das stupide "Das da ist eine Doppeldominante mit Quint im Bass".
Es wäre ein Abenteuer, es ist eine verrückte Schnapsidee - aber warum eigentlich nicht? Natürlich verschiebt sich dadurch das Ende des Studiums um ein Semester. Aber ich wäre immer noch im Juli fertig, rechtzeitig zum neuen Schuljahr.
Kalifornien - das klingt nach Sommer und Sonnenschein, nach Luft, Freiheit und Selbsständigkeit. Es klingt einfach utopisch. San Francisco, L.A. - das gibts doch nur im Fernsehen!
Aber es wäre zu machen. Es ist viel Verwaltungskram und es wäre viel zu erledigen. Toefl-Test bestehen, Aufnahme machen, Bewerbung. Zusätzlich dann noch die Finanzierung. Zwar ist es in Kalifornien nicht allzu teuer, aber ein bisschen teurer als hier wirds wohl schon. Und es bliebe die Frage mit meinem WG-Zimmer. Ein Stipendium oder eine Unterstützung wären also ziemlich toll... abgesehen dass der Flug auch nicht von Pappe wäre.
Apropos Flug. Das wäre natürlich ein wenig heftig... Ich mit meiner Flugangst über den Atlantik?!? Hm. Eine Schiffsreise dauert wohl leider zu lange... Zusätzlich kommt das Problem mit dem Essen. Kriege ich dort wirklich Nahrungsmittel, die ich auch essen kann?
Aber schließlich wäre ich, wenn es klappt, nicht alleine. Meine Mitbewohnerin hat ja zumindest momentan vor ebenfalls "auszufliegen".
Viele Probleme, viel Aufwand, viele Fragen.

Aber es wäre doch irgendwie verdammt cool.