Samstag, 10. Juli 2010

Ein Traum

Was macht man, wenn man sein Leben umkrempelt? Man geht ins Ausland, bricht alle Brücken ab und beginnt wieder von vorne.
Naja, also ganz so krass will ich das nicht. Aber das mit dem Ausland hört sich prinzipiell mal nicht so schlecht an... Bisher kam das nicht in Frage, schließlich wollte das Studium schnell abgeschlossen werden um schnell zu arbeiten. Das ist ja jetzt nicht mehr ganz so nötig und eine Lebensänderung wäre toll. Und als dann meine Mitbewohnerin begeistert von einer Infoveranstaltung heimkam und von einem Auslandssemester schwärmte entsponn sich erst einmal die verrückte Idee, die langsam irgendwie ernsthafter wurde. Naja, so ernsthaft dann doch noch nicht ;) Aber ernsthaft genug um sich wirklich Gedanken darüber zu machen.
Am Liebsten wäre mir ja ein englischsprachiges Land. Ich Fremdsprachen-Niete hab da wohl noch die besten Karten mich durchzuboxen ;) England wäre toll oder Wales. In Schottland gibts leider nichts... Aber Cardiff klingt doch ganz nett.
Richtig gefesselt hat uns beide aber ein viel größeres Unterfangen. Nein, was wollen wir mit England oder Frankreich - die USA sollen es werden. Wenn schon, denn schon! Der große Vorteil wäre eben, dass man dort nicht nur Musik belegt. Nein, man kann sich seine Credits zusätzlich mit Literatur, Theater oder Physik vollpacken - auf was man eben Lust hat! Das nenne ich dann Studium. Ein bisschen breitgefächerter, nicht nur das stupide "Das da ist eine Doppeldominante mit Quint im Bass".
Es wäre ein Abenteuer, es ist eine verrückte Schnapsidee - aber warum eigentlich nicht? Natürlich verschiebt sich dadurch das Ende des Studiums um ein Semester. Aber ich wäre immer noch im Juli fertig, rechtzeitig zum neuen Schuljahr.
Kalifornien - das klingt nach Sommer und Sonnenschein, nach Luft, Freiheit und Selbsständigkeit. Es klingt einfach utopisch. San Francisco, L.A. - das gibts doch nur im Fernsehen!
Aber es wäre zu machen. Es ist viel Verwaltungskram und es wäre viel zu erledigen. Toefl-Test bestehen, Aufnahme machen, Bewerbung. Zusätzlich dann noch die Finanzierung. Zwar ist es in Kalifornien nicht allzu teuer, aber ein bisschen teurer als hier wirds wohl schon. Und es bliebe die Frage mit meinem WG-Zimmer. Ein Stipendium oder eine Unterstützung wären also ziemlich toll... abgesehen dass der Flug auch nicht von Pappe wäre.
Apropos Flug. Das wäre natürlich ein wenig heftig... Ich mit meiner Flugangst über den Atlantik?!? Hm. Eine Schiffsreise dauert wohl leider zu lange... Zusätzlich kommt das Problem mit dem Essen. Kriege ich dort wirklich Nahrungsmittel, die ich auch essen kann?
Aber schließlich wäre ich, wenn es klappt, nicht alleine. Meine Mitbewohnerin hat ja zumindest momentan vor ebenfalls "auszufliegen".
Viele Probleme, viel Aufwand, viele Fragen.

Aber es wäre doch irgendwie verdammt cool.

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