Aber ich habe diese Nacht überlebt. Juhu! ;)
Als ich so morgens wie immer an meinem Computer saß war dann das Internet auf einmal wieder weg. Das kam ja schon seit einigen Tagen (oder sogar Wochen?) nicht mehr vor, aber ja. Zu früh gefreut. Ich wartete also ein paar Minuten und klopfte dann, als es immer noch nicht zurück war, bei meinen Vermietern. Wo mir mitgeteilt wurde, dass der Typ von der Internetgesellschaft wohl gerade da wäre. Aha. Alles klar. Na dann :D
Ich ging zurück in meine (!) Wohnung und wartete noch etwas - und siehe da, nach ein paar Minuten war das Internet wieder da. Hoffentlich bleibt das jetzt auch so. *auf Holz klopf*
Da wir heute keinen Unichor hatten (unser Dozent probte lieber mit den Solisten, er meinte, wir seien schon gut) traf ich mich mit meiner Klavierschülerin heute etwas später. Kein Zeitrdruck heute... Und wir machten für nächste Woche auch noch einmal einen Termin aus, da ihr Stück noch nicht ganz fertig ist und ich finde, da sie immer so gut mitgearbeitet hat ist das auch kein Problem, wenn ich sie noch ein bisschen weiterunterrichte. Obwohl das Semester eigentlich zu Ende ist. Da ich wegen meiner Prüfung am Mittwoch ohnehin zur Uni muss machten wir aus, uns nach selbiger zu treffen. Problem gelöst.
Sie musste danach zu unserer Auslandsstudentenbeauftragten, und da ich ohnehin auch noch den Brief holen wollte ging ich mit. Ich hatte gestern schon eine Mail geschrieben, dass ich den heute holen kommen würde, und nachdem wir gemeinsam darauf gewartet hatten, dass wir in ihr Büro konnten ging es auch ganz schnell - Brief in die Hand gedrückt und gut ist.
Ich hatte immer noch einiges an Zeit, also übte ich noch ein bisschen, bevor ich dann mit N., meiner Freundin aus dem Chor, zu Mittag aß. Vermutlich zum letzten Mal... seltsames Gefühl. Und danach war es dann so weit - ebenfalls die letzte Stunde Frauenchor. Wie traurig... Es ist wirklich verrückt, wie schnell plötzlich alles geht. Naja, immerhin sehen wir uns noch am Wochenende zum Konzert. Ein kleiner Trost. Am Ende wurde noch Geld für Blumen für unseren Dozenten eingesammelt, als der schon weg war. Süß, hat er auch echt verdient...
Tja, und dann ging ich noch mal üben. Jetzt auf der Zielgeraden darf ich nicht mehr so faul sein ;)
Viel übte ich dann aber doch auch nicht, ich fühlte mich gut, es klappte alles relativ in Ordnung, ich wollte mein Glück nicht überstrapazieren... außerdem musste ich noch zu B. fahren, zwischendurch nach Hause um was zu essen und abends zu A.s Kammermusikkonzert wieder in die Uni, um ihr blättern zu können.
Ab gings also zu B., beziehungsweise zu ihrem Freund, wo sie ja gerade wohnt. Ich musste ihr ja noch die Konzertkarten vorbeibringen... als ich ankam unterrichtete sie gerade. Ich hörte Weihnachtslieder... ich wartete also auf eine Pause und klingelte dann. Eigentlich wollte ich nur die Karten abliefern und wieder verschwinden, schlussendlich überredete B. mich aber doch noch, der Schülerin etwas vorzuspielen. Sie war vielleicht acht, und als ich sie fragte, ob sie lieber etwas lautes oder etwas leises hören wolle, überraschte mich die Antwort doch - etwas leises. Irgendwie dachte ich bisher, die meisten Kinder stehen auf Krach ;) Aber gut, so wurde es dann eben Clair de Lune, und auch wenn ich Sorgen hatte, dass sie sich vielleicht langweilen könnte, zumindest ihrem Vater schien es gefallen zu haben. Ab gings also wieder nach Hause - mittlerweile wieder mit Kopfweh und außerdem hunger. Trotzdem ging ich unterwegs noch einkaufen, geht ja nicht anders. Dementsprechend war ich heute so ziemlich überall mit meinen Gedanken, als ich nach Hause kam, mal ausnahmsweise aber nicht bei dem Gedanken, ob denn heute vielleicht das Päckchen...? Und ja. So ists doch fast immer! Natürlich lag es vor meiner Tür, gerade, als ich zum vermutlich ersten Mal beim Heimkommen nicht daran gedacht hatte. Juhu! Endlich! Nach 19 Tagen, fast doppelt so viel Zeit als die vorhergesagten 5-10 Tage, ist es nun endlich da.
Ich fühlte mich wie an Weihnachten. Ehrlich.
Noch ohne meinen Mantel auszuziehen riss ich das Packpapier vom Päckchen und schnappte dann nach meiner Schere, um das Klebeband aufzuschneiden. In meiner Aufregung schaffte ich es, neben dem Klebeband auch noch meinen Finger anzuritzen, aber egal. Endlich war das Ding offen und ich konnte den Inhalt begutachten. Da war erst mal eine große Dose, total süß beklebt und voller Kekse. Welche in ziemlich kleine Teile verfallen waren, aber das ist ja so was von egal... Außerdem waren da noch die Alltagskleinigkeiten, die ich gewollt hatte. So viel zu dem Zeug, was ich erwartet hatte. Hinzukamen dann noch der alte Adventskalender von Hachez, leer natürlich, aber mit dem Zahlen 1-24, ein Päckchen kleiner Weihnachtsservietten und ein Postkartenadventskalender vom kleinen Maulwurf. Juhu! Jetzt habe ich tatsächlich zweieinhalb Kalender, das ist ja schon fast wie zu Hause.
Ich hab mich wirklich riesig gefreut, so ein Päckchen von zu Hause ist doch das Beste, was es gibt! :)
Es wurde Zeit, schnell was zu essen und mich dann auf den Weg zu machen. Es war mittlerweile eisig kalt draußen, brrrrr... ich traf A., und vor dem Konzert quatschten wir noch eine Weile. Kurz bevor es dann auf die Bühne ging war ich doch tatsächlich nervös, weil ich blättern musste. Das war mir noch nie passiert, jetzt verstand ich endlich, wie sich die anderen dabei immer fühlen... Dummerweise machte ich dann auch wirklich einen Fehler. Ahhhh, wie peinlich... das war mir schon ziemlich unangenehm und tat mir dann total Leid. Man muss aber dazusagen, dass es ein impressionistisches Stück war und mir völlig unbekant. Und A. auch nicht alle Noten spielte, die dastanden. Das kann dann manchmal schon etwas verwirrend sein... Trotzdem, passieren hätte mir das dennoch nicht dürfen.Auch nach dem Konzert quatschten wir noch eine ganze Weile, obwohl ich eigentlich bald hatte heimgehen wollen, denn mein Kopf meldete sich ja immer noch. Aber A.s Mitbewohnerin traf uns im Flur, und auch ein anderer Musikstudent tauchte auf, und es war dann doch ganz nett.
Um viertel vor neun war ich dann schließlich zu Hause. Früh, einerseits, spät, wenn man meinen Kopf bedenkt. Den ich mal wirklich demnächst auskurieren sollte. Wird Zeit.
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