Allerdings verbrachten wir vormittags viel Zeit auf der Bank, um A.s Konto zu eröffnen. Dann gings auch schon auf zum ersten Zimmer (mit kurzem Abstecher zum altbekannten Restaurant). Das Zimmer war wunderschön, eine tolle Lage, neu renoviert (rosa Wände... aber damit könnte ich leben), neues eigenes Bad. Klingt super, gell? Aber halt, da war doch was - genau. Kochen muss ich ja auch noch. Aber wo, wenn es keine Küche, noch nicht mal Kühlschrank oder Herdplatte gibt? Nirgendwo, also wars das mit dem Zimmer.
Die nächste Wohnung war ein paar Blocks weiter, fast direkt am Meer. A. und ich kriegten erst mal einen Schock, als wir davor standen - ein altes, verfallenes Haus, ein Wunder, dass das überhaupt noch steht... Wir waren dann sehr überrascht, als wir drin standen, denn da sah es gar nicht nach Verfall aus. Das Zimmer sogar mit Parkett. Allerdings waren Bad und Küche nicht besonders ordentlich, ob das an den 5 Männern liegt, die ansonsten in dieser WG leben? Ich stand kurz davor, das Zimmer zu nehmen - entschied mich dann aber doch dagegen. Ich hatte kein gutes Gefühl. Ich hab nichts gegen Männer, aber die einzige Frau sein? Außerdem war die Küche wirklich ziemlich schmutzig, und ich hatte nicht das Gefühl, dass sich daran was ändern könnte. Alte Käsereste in der Mikrowelle, Dreck im Kühlschrank - das ist selbst mir Chaot zu viel. Ich sagte nicht ab, sagte aber, dass ich es mir überlegen würde. Ich bin einfach momentan noch nicht bereit dazu, in solch eine Wohnung einzuziehen. Mal sehen, in einer Woche sehe ich das vermutlich anders ;)
Danach hatten wir etwas Zeit. Also brachen wir auf zu einem Abstecher ins Einkaufszentrum, wo wir uns neue
Gehetzt ging es dann sofort zum nächsten Termin. Die Gegend nicht schlecht, nah an der Uni gelegen, das Haus sah von außen auch sehr hübsch aus. Wir wurden in die Garagenebene geführt, wo wir in eine große Küche eintraten. Sauber, ordentlich, und alles da. Das Zimmer hatte leider Teppichboden und kein allzugroßes Fenster, wäre aber sicher groß genug für Bett und Tisch. Das Bad war ebenfalls sehr sauber - ich wusste sofort, hier will ich einziehen. Nehmt mich!! Dummerweise war das nicht nur das erste Zimmer, das ich beziehen wollte, sondern auch das erste, bei dem die Vermieter sich nicht selbst darum kümmern. Also hieß es, Bewerbung ausfüllen! Meine Hoffnung schwand, da habe ich ja nicht viele Chancen als Austauschstudent und mit nur 6 Monaten Mietzeit. Ich füllte dennoch alles aus, und die Vermittlerin versprach sogar, mich zu nehmen, wenn sich keiner mehr für ein Jahr Miete finden würde. Am nächsten Tag um 5 Uhr nachmittags solle ich sie anrufen. Na gut... eine kleine Hoffnung bleibt also da. Dieses Zimmer wäre so toll... Es wohnt nur noch ein weiteres Mädchen da, und Waschmaschine und Trockner stehen nebenan in der Garage. Was will man mehr?
Nach diesem Termin war ich schon ziemlich fertig. Halb 7 abends, und noch eine weitere Wohnung anschauen? Nein, keine Kraft meht, außerdem wäre der Termin schon um 7 und ich nicht rechtzeitig dort. Ich wollte absagen, jedoch meinte die Dame am Telefon, kein Problem, ich solle einfach um halb 9 kommen. Na gut... Hmpf. A. und ich trennten uns, sie machte sich auf eine Kopiererjagd (Wo zum Geier verstecken die sich alle in SF? Und unser neues Spielzeug war dabei auch keine große Hilfe... führte uns zwei Mal zu falschen Adressen), ich fuhr zum letzten Zimmer. Welches dann nicht wirklich etwas war, die Küche dreckig und vollgestopft, so dass man sich gerade mal zwischen Herd und Spüle bewegen konnte, das Zimmer dunkel und auch nicht gerade hübsch. Das Bad lud ebenfalls nicht dazu ein, sich dort zu waschen - wird man da wirklich sauber? Also sagte ich nett Nein danke und verließ die Wohnung. Mittlerweile war es schon wieder soooo kalt geworden! Meine Finger waren Eis, ich dankte für Kaputze und Schal. Eins ist klar, sobald ich Zeit habe, besorge ich mir Mütze und Handschuhe. Kein Witz... Abends lässts sich ohne einfach nicht aushalten.
Gegen 9 machte ich mich dann wieder auf den Weg zur letzten Nacht im Hostel. Auf dem Zimmer unterhielten wir uns noch kurz, eine Australierin und eine Chinesin waren neu angekommen, letztere aber ist in der glücklichen Lage, ein Campuszimmer beziehen zu können. Mittlerweile frage ich mich, ob ich mich mehr dahinter hätte klemmen sollen - das wäre wirklich die einfachste Alternative gewesen. Andererseits finde ich für das Geld eines Campuszimmers sicher auch ein schönes außerhalb ;) Das bin ich aber momentan einfach noch nicht bereit, zu zahlen - auch wenn mein Limit von 700 $ schon auf 850$ gestiegen ist. Mal schauen, was noch so auf mich zukommt :)
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