Ich schlief bis halb elf und setzte mich dann, wie üblich, vor meinen Computer. Was so gute zehn Minuten funktionierte, aber dann, oh Schreck, war mal wieder das Internet weg. Und unsere Vermieter ebenso. Mist. Was nun? Alles, was ich tun wollte, hatte irgendwas mit dem Internet zu tun. Ich dachte immer wieder "du könntes XY tun", bis ich meinen Firefox öffnen wollte und mir einfiel, dass ich dafür ja das web brauche. Mist. Da merkt man erst, wie abhängig man vom Internet ist... schrecklich! Letztendlich schaute ich mir ein bisschen was von meinen hundert DVDs aus der Bücherei an (leicht übertrieben, aber viele sinds schon...) und wollte dann mein PC-Spiel starten (Lego Indiana Jones, wuhu!), welches ich mir ja extra installiert hatte. Irgendwie funktionierte das aber nicht wirklich... bevor ich aber noch herausfinden konnte, woran das lag, hörte ich Lärm. Genau wie E., denn wir kamen beide gleichzeitig aus unseren Zimmern gestürmt um bei unseren Vermietern anzuklopfen, die offensichtlicherweise wieder im Hause waren. Zwanzig Sekunden später war unser Internet wieder da. Also das ist schon irgendwie eine doofe Sache, vor allem wenn das passiert wenn unsere Vermieter nicht da sind oder wenn es zu nachtschlafender Zeit ist... zum Glück hatte ich bisher deshalb keine supergroßen Probleme weil ich unbedingt ewas erledigen musste, aber nervig ist es schon. Sehr. Und ungeschickt.
Jedenfalls, das Netz war wieder da und somit konnte ich meine Eltern anrufen, welche mich mit ihren niegelnagelneuen T-Shirts begrüßten, die heute per Post angekommen waren (vermutlich schon ein paar Tage früher, aber meine Eltern waren ja im "Urlaub" gewesen). Juhu, mein Brief kam also an! Man weiß ja nie... und es wäre sehr schade um die schönen T-Shirts gewesen.
Ich telefonierte also eine Weile mit meinen Eltern, und nach dem Auflegen überlegte ich. Was tun? Das Wetter war nicht das Beste, eigentlich hatte ich heute zum Fishermans Wharf fahren und mir einen Schal kaufen wollen. Aber eigentlich hatte ich keine große Lust. Hm. Zu Hause sitzen und faulenzen wäre jetzt schön.
Letzten Endes raffte ich mich aber dennoch auf und machte mich auf den einstündigen Weg - um nach zehn Sekunden noch einmal umzudrehen um meinen Regenschirm zu holen. Das war eine wirklich weise Idee, denn als ich ausstieg regnete es. Nicht besonders stark, ich benutzte den Schirm auch nicht, aber wer wusste denn schon, was da noch kommen würde?
Fishermans Wharf war völlig überladen. Lauter Touris, und das bei dem Mistwetter im November? Wo kamen die alle her? Verzweifelt versuchte ich im entsprechenden Laden mich dann durchzuboxen und war ziemlich erleichtert, als ich schließlich, mit Schal und um einige Dollar leichter, wieder draußen stand.
Herrje. War keine so gute Idee gewesen hier rauszufahren... Außerdem wurde es immer kälter und nasser und ich wagte mal die Prognose, dass ich meinen Schal um keinen Tag zu früh gekauft haben würde. Der Regen wurde immer stärker, während ich noch ein paar Souvenir-Kleinigkeiten für meine Lieben daheim besorgte. Jetzt dürfte ich hoffentlich langsam genug haben. Am Ende denken die beim Zoll noch ich will hier einen San Francisco-Andenken-Handel eröffnen ;) Die Nässe von oben ließ irgendwann nach, das half aber nicht dabei, mich trocken zu halten, denn vom Boden kam immer noch genug, und wir alle wissen ja, wie das mit der Chemie und Wasser ist. Dementsprechend sahen meine Hosen auch irgendwann so aus. Ich entdeckte gegen Ende noch einen "In-n-out"-Burger gar nicht so weit entfernt und ärgerte mich, hätte ich das mal nur vorher gewusst wäre meine Zwischenmalzeit gesünder und günstiger ausgefallen. Aber gut, fürs nächste Mal.Gegen halb sieben kletterte ich dann wieder in einer der historischen Wagen der F-Linie, ich muss sagen, die gefallen mir richtig gut :)
Die waren jetzt aber so überfüllt wie die Läden zuvor, zum Glück war ich eine der ersten beim Einsteigen gewesen und konnte so die Fahrt über in meinem Buch schmökern. Jetzt fühlte ich auch, dass nicht nur meine Hose, sondern auch meine Füße nass geworden waren, zumindest ein bisschen. Und das trotz der Schuhe die wir extra noch vor meinem Abflug für so was gekauft haben. Ja, klar, das sind nicht unbedingt total wasserfeste Schuhe, und vermutlich war der Regen einfach zu viel für sie. Ein bisschen Regen vertragen sie nämlich, ganz im Gegenteil zu meinen kaputten Sneakern, die übrigens immer noch in meinem Zimmer herumfliegen. Was mache ich denn nur mit denen? Ich mag doch nie was wegschmeißen :DGegen halb acht war ich also ein bisschen durchnässt wieder zu Hause - und wahnsinnig dankbar dafür, dass ich für meinen Regenschirm noch einmal umgedreht war. Ohne den wäre es wirklich kein angenehmer Nachmittag geworden! So aber konnte ich den Abend noch etwas genießen, bei Kerzen- und Laptoplicht. Und zum Glück habe ich mir an Halloween Kerzen gekauft, meine wird wohl nicht allzulange leben. Allerdings muss ich mir auch noch überlegen wie ich das mit dem Adventskranzersatz hier mache. Denn ohne geht nicht, aber ich glaube nicht, dass man so etwas hier kennt. Mal schauen, wie ich mir da was Passendes zurechtschustern werde :)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen