Samstag, 5. November 2011

Tag 89 (04.11.)

Heute wollte ich ausschlafen. Hatte ich fest vor. So bis mindestens eins oder so... Scherz. Funktioniert hier nämlich leider eh nie ;) Aber bis so elf, das wäre schön!
Dummerweise klingelte um halb neun mein Wecker. Der eigentlich auf 12 Uhr mittags stehen sollte. Keine Ahnung, da muss ich wohl gestern irgendwie was falsches eingestellt haben... bis ich aber kapierte, dass ich heute gar nicht aufstehen muss dauerte es zwei Weckphasen. Ich machte also mein Handy an um den unsäglichen Alarm auszumachen und schlummerte weiter. Nur um eine halbe Stunde später wieder von meinem Handy geweckt zu werden, dieses Mal ein Anruf. Keine Ahnung woher der kam, da stand irgendwas seltsames drunter. Ich kriege manchmal komische Anrufe, so von irgendwelchen Pizzadiensten oder so. Weiß Vader wieso. Das war wieder einer von denen, und ich hatte in meinem Halbschlaf mein Handy natürlich nicht auf lautlos gestellt. Was ich jetzt aber, ohne den Anruf anzunehmen, nachholte. Wenns wichtig ist ruft der sicher noch mal an. Um halb elf wars dann mit meiner Nacht endgültig vorbei. Immer noch lange genug, sollte man denken. Naja. Ich bin halt ich.
Ich telefonierte mit meiner Schwester, dann aber wurde es gegen eins Zeit, um mich auf den Weg zu machen, zum zweistündigen Meisterkurs. Ich wusste nicht, wer heute spielen sollte, wie sich herausstellte, ich nicht. Einerseits war ich sehr erleichtert, eine ganz kleine Stimme sagte aber, dass das doch eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen wäre. Naja. Die Erleichterung überwog aber dann doch stark. Die Dozentin im Meisterkurs war super, nett, witzig, kompetent. Dummerweise hatte ich wegen meiner Kopf- und Halsschmerzen irgendwann echt Probleme, da still zu sitzen und zuzuhören. Passiert. Unsere Dozentin hatte Kekse gebacken und es gab Apselsaft - eine tolle Atmosphäre. Trotzdem zwei Stunden am Stück zuhören und konzentrieren ist dann doch auch anstrengend und ich war irgendwie froh, als es vorbei war. Ich muss zugeben, ich vergaß völlig zu üben - was ich eigentlich nötig gehabt hätte, denn Montag ist das Vorspiel. Uh oh. Es fiel mir erst auf dem Rückweg ein, dass das doch eigentlich keine schlechte Sache gewesen wäre, aber naja. Da wollte ich dann nicht noch mal umdrehen.
Viel machte ich heute also nicht. Am Abend ruhte ich ein bisschen aus, schrieb ein bisschen Blog, surfte im Internet... das Übliche eben. Ich genoss es, mal nicht so sehr im Stress zu sein, auch wenn da eigentlich ein Haufen e-Mails auf mich warten, ich, falls ich noch irgendeine Chance auf den Trip nach L.A. haben will, mal Busse raussuchen sollte, mein Blog gepflegt werden will, meine Rollenspielpartner auf mich warten, meine Wäsche gewaschen, Geschirr gespült und mein Zimmer aufgeräumt werden muss, Chorstücke zum Lernen auf mich warten und eine Arbeit für Yoga geschrieben werden möchte. Weiß Gott genug zu tun! Langweilig wird es mir sicher nicht, höchstens dann, wenn ich nicht weiß, wo in dem ganzen Chaos ich denn anfangen möchte und ich mich einfach nicht entscheiden kann. Entweder also das Prinzip "das Wichtigste zuerst" (wobei dann meistens die e-Mails leiden, sorry Leute, tut mir echt Leid, aber ich will ja auch noch ein bisschen leben hier ;) ) oder "muss irgendwas morgen erledigt sein?". Die Yogasache wird langsam eng, nur noch eineinhalb Wochen, dann muss ich das Zeug abgeben. Es ist wirklich nicht viel, ich schätze, es werden so zwei Seiten werden, nur irgendwie weiß ich einfach nicht was ich schreiben soll. Die Angabe war "Was euch in den Sinn kommt", na gut. Dann werd ich das mal machen. Und mich vermutlich völlig im Thema vertun. Aber egal... es ist schließlich "nur" Yoga, und das hier sollte ja mein Urlaubssemester sein. In Yoga keine eins zu kriegen wird mich schon nicht aus meinem Studiengang werfen ;)

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