Wie war das, heute soll nicht so anstrengend werden, hoffentlich? Begann ja schon mal super mit Verschlafen. War nicht ganz so tragisch, aber ich musste mich schon sputen, dass ich noch mein normales Frühstück essen konnte. Ab gings dann zum Töpfern! Heute bekamen wir erste Instruktionen für die Arbeit am... hm, na wie heißt das nun auf deutsch? An der Scheibe? Also an dem Ding, was sich dreht. Kennt sicher jeder ;) Klang einerseits sehr kompliziert, andererseits auch wieder nicht. Mal sehen, wie sich das in der Praxis dann ausweist, heute jedenfalls kam ich noch nicht dazu. Mittwoch dann. Ich hatte genug damit zu tun, mein Projekt anzumalen... Das dauert! Ich wünschte, ich hätte die einzelnen Teile angemalt bevor ich sie zusammengeklebt habe. Das war ein ganz großer Fehler. Aber daraus lernt man schließlich, nicht war?
Außerdem bekamen wir heute unsere Sachen vom Pitfire von Freitag zurück. Eine meiner Maracas konnte ich entdecken, auch wenn da leider der Griff vom Hauptteil abgefallen war... Muss jetzt geklebt werden. Wieder mehr Arbeit. Mist. Die andere aber war wie vom Erdboden verschluckt. Allerdings lagen da so viele Sachen in dem Raum, sehr gut möglich, dass ich sie einfach übersehen habe. Sieht ja doch irgendwie alles gleich aus nach so einem Pitfire... Witzigerweise fand ich aber etwas anderes in dem Stapel - mein Bügeleisen. Also mein modelliertes ;) Das sollte doch gar nicht gepitfired werden... Hm. Wer hatte das da denn bittschön reingesteckt? Im ersten Moment war ich geschockt, im zweiten dachte ich mir, was solls... Das blöde Bügeleisen ist ja sowieso mein "Stiefkind". Bloß weg damit ;) Immerhin muss ich es jetzt nicht mehr anmalen, hat doch was. Säubern und so, ja. Aber ich hoffe, das geht schneller.
Ich aß schnell zu Mittag, bevor ich dann zum Gesundheitszentrum aufbrach. Normalerweise
würde mich der Husten jetzt nicht so sehr stören, aber wie gestern erwähnt - ich will es keinesfalls bis zum Antibiotika bringen. Und da es wahrscheinlich ist, dass ich mich bei E. angesteckt habe wollte ich das lieber mal abklären. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig... Ich zog also eine Nummer und wartete darauf, dass ich drankommen würde. Ich hoffte ja inständig, dass ich nicht allzulange brauchen würde, in weniger als eineinhalb Stunden hatte ich wieder Unterricht. Ich wartete zwanzig Minuten, dann wurde ich aufgerufen. Nur um mir mitzuteilen, dass sie heute keinen Termin mehr freihätten und ich morgen kommen soll - dann immerhin mit Termin. Na toll. Das hätten sie mir aber auch gleich sagen können... Ich bekam einen Termin morgen früh um zehn. Immerhin komme ich dann gleich dran und muss nicht mehr warten. Hat ja auch was!
Jetzt hatte ich plötzlich so viel Zeit - und absolut keine Lust, zum Üben zu gehen. Na gut, dachte ich mir, dann eben Computerraum. Darf auch mal sein. Finde ich. Ich musste sowieso hoch, weil ich noch meinen Spickzettel mit dem Liedtext für heute Abend ausdrucken musste, dann bleibe ich da eben ein bisschen länger, dachte ich mir. Was ich dann auch tat.
Ein bisschen übte ich dann tatsächlich noch. So zwanzig Minuten oder so... besser als gar nicht. Immerhin. Dann wurde es aber auch schon Zeit für Theater. Ui, so ein bisschen nervös wurde ich schon langsam... nicht wegen dem Spielen, eigentlich nur wegen dem blöden Text. Das war das, was mich verunsicherte... hoffentlich konnte ich mir alles merken!
Als ich den Raum betrat war es stockdunkel - und es stank. Bestialisch. Keine Ahnung nach was, aber es war fürchterlich. Farbe? Auf jeden Fall sehr chemisch. Glücklicherweise empfand das auch unser Dozent so, der dann kurzerhand unseren Unterricht in einen anderen Raum verlegte, das "kleine Theater". Das kleine Theater ist dann doch größer als das Theater, in dem wir normalerweise Unterricht haben. Immerhin hat es sogar eine richtige Bühne. Na toll, ausgerechnet wenn ich mit meinem Zeug dran bin... musste das sein? Das machte das Ganze irgendwie ernster.
Zuerst kamen noch die Nachzügler von den Monologen dran, dann waren die Szenen an der Reihe. Wir meldeten uns gleich als erste, bloß weg damit! Das zumindest war meine Denkweise dahiner. Mein Herz klopfte bis zum Hals als ich da auf der Bühne stand, viel mehr als bei all meinen Auftritten für die Junge Oper zusammen. Verrückt. Aber da war ich vermutlich minimal text- und spielsicherer. Wir starteten mit unserer Szene, es lief gar nicht so schlecht. Fand ich zumindest. Ich war ziemlich drin in der Rolle, und die Chemie zwischen uns beiden stimmte. Gerade als ich zu einem Satz kam, der mir partout nicht einfallen wollte, unterbrach uns unser Dozent - wir seien zu leise. Man verstehe uns kaum, bitte lauter sprechen! Wir starteten noch einmal von vorne, dieses Mal bemüht, laut zu sprechen. Das ist verdammt noch mal nicht einfach, wenn man sich eigentlich aufs Spielen und auf den Text konzentrieren will. Drei Sachen gleichzeitig krieg ich nicht hin, also hatte ich stark das Gefühl, dass das Spielen litt. Es war nicht mehr so intensiv wie noch beim ersten Mal oder in den Proben. Außerdem auch ein bisschen fies, schließlich war das Theater hier ja viel größer als unser normaler Probenraum... aber damit muss man eben umgehen können, nicht wahr? ;) Während unser Dozent gesprochen hatte, hatte ich kaum zugehört und nur über meinen nächsten Satz nachgegrübelt, der mir dann, kurz bevor wir neu starteten, zum Glück auch einfiel. Puh! Auch andere Sätze entfielen mir, das konnte ich aber immer sehr gekonnt durch Pausen überspielen. Gekonnt deswegen weil es wohl wirklich keiner gemerkt hatte. DAS kann ich also gut :D
Wir kamen ohne weitere große Fehler bis zum Schluss. Wenigstens etwas ;) Kritikpunkt war dann wirklich viel die Lautstärke, außerdem noch ein paar Kleinigkeiten, die auch ich bemängele - meine Stimme zum Beispiel hat zu wenig Farbe. Daran muss ich noch arbeiten. Ein bisschen stolz war ich ja darauf, dass keiner mir vorwarf, zu undeutlich oder unverständlich gesprochen
zu haben. Im Gegensatz zu meinem amerikansichen Partner ;) Und das war sicher keine Scheu, denn andere Internationale wurden darauf auch schon freundlich hingewiesen. Wenigstens etwas :) In ein, zwei Wochen oder so wiederholen wir die Szene dann noch mal, dann gibts dafür Noten. Vor allem eben auch für die Entwicklung und so. Das heißt für mich: Schön laut sprechen üben! Ich sollte lieber singen, ich glaube, da bin ich lauter...
Den Rest der Stunde verbrachte ich dabei, den anderen zuzusehen, da waren teils echt tolle Sachen dabei. Szenen bei denen ich überhaupt nichts zu bemängeln hätte (im Gegensatz zu unserem Dozenten zwar, aber ich fands klasse...). Schon krass, wie talentiert manche sind!
Ich war kurz vorm Verhungern nach dem Unterricht, also ging ich kurz eine wirklich kleine Kleinigkeit essen, bevor ich mich zum Gospelchor aufmachte. Zwei Stunden, einfach nur hinter mich bringen! ;)
Wir sangen uns nicht wirklich ein, zumindest nicht für meinen Geschmack, und das mochte mein durch den Husten gereizter Hals überhaupt nicht - er fing an, mir weh zu tun. Also bewegte ich die meiste Zeit der zwei Stunden nur meinen Mund, ohne zu singen. Schließlich will ich da nichts riskieren... Dieses Mal hatte ich bei den "Sectionals" mehr Glück und bekam einen Part, der nicht so schwer war. Fand ich zumindest, und unsere Gruppe machte es auch nicht schlecht. Wir bekamen dann auch noch unsere T-Shirts ausgeteilt - und von wegen, nehmt lieber ne Nummer größer. Das sind ja Zelte. Ich hab mich für Medium entschieden, hätte ich doch mal lieber ein Small genommen. Mal schauen, vielleicht schmeiße ich sie in den Trockner, bevor ich sie anziehe... da hab ich aber etwas Angst um den Aufdruck. Mal schaun. Aber so sind sie echt definitiv viel zu groß.
Viel zu spät begannen wir mit den Auditions für das Solo bei unserem Konzert, kurz vor Ende des Unterrichts, so dass wieder schön überzogen wurde. Hierbei darf jeder vorsingen, der möchte, und dann stimmt der gesamte Chor darüber ab, wer ein Solo singen darf. Finde ich eine sehr faire Sache, gibt irgendwie mehr Gemeinschaft und es kommt kein Neid oder keine "Der mag die nur mehr!"-Einstellung auf. Ich hörte mir noch die ersten vier, fünf an, bevor ich dann, zehn Minuten nach Unterrichtsende, den Raum verließ. Ich hatte keine Lust mir alle zwanzig anzuhören, der Tag war lange genug gewesen. Und ich musste mal wieder, wie jeden Montag, einkaufen.
Zu Hause hatte ich nicht mehr viel Zeit, um viel zu tun, es flogte das Übliche wie essen und ausruhen. Und Facebook checken. Und e-Mails sowieso. Und so... ja. Morgen wird dann schon etwas entspannter, trotz dem Arzttermin um 10. Meine Woche ist wirklich total absteigend, beginnend mit dem Hammer am Montag bis hin zum freien Freitag. Eigentlich gar nicht so doof.
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