Sonntag, 9. Oktober 2011

Tag 63 (09.10.)

Morgens klingelte mein Wecker, und während ich versucht war, mich müde noch einmal umzudrehen meldete sich mein Unterbewusstsein - Aufstehen! Telefonieren ist angesagt! Meine Großeltern waren heute bei meinen Eltern zu Besuch, das war auch der Grund für das "frühe" Weckerklingeln heute. Um 10 aufstehen ist ganz schön früh wenn man erst um 2 im Bett war und ausschlafen will!
Ich telefonierte also ein Weilchen mit meinen Großeltern, danach dann mit meinen Eltern. Und währenddessen verbrannte mein Brot im Ofen... Mist. Das war das Letzte, ich hab zwar noch was im Tiefkühlfach, aber das Schneiden wird bei den Eisbolzen schwer. Also gabs heute nur Müsli zum Frühstück. Und zum Mittagessen.
Heute tat sich mal wieder nicht viel, der Sonntag ist so ein bisschen mein Ruhetag. Also gläubige Christin sollte das auch so sein ;) Spaß beiseite, ich wusch immerhin zwei Fuhren Wäsche und schrieb ein bisschen an meinem Blog. Zum späten Mittagessen gab es dann Pommes mit Würstchen - ungesunder gehts kaum. Wirklich gut waren die Pommes auch nicht, ich glaube, die kaufe ich nicht noch mal. Das waren aber, wenn ichs recht im Kopf hab, leider die Einzigen ohne Milch und irgendwelche Zusatzstoffe, aber ich kann auf Pommes auch verzichten. Das brauch ich nicht unbedingt...
Zwischendurch erfuhr ich, dass E. wieder einmal hatte sprühen müssen. In ihrem Zimmer. Wegen der Ameisen. Na wunderbar. Bisher sind sie in meinem Zimmer noch nicht gesichtet worden, ebensowenig in der Küche, aber was nicht ist kann ja noch werden. Mist. Ich denke, spätestens beim nächsten Mal müssen wirs unseren Vermietern sagen. Aber vielleicht gibts ja kein nächstes Mal *auf Holz klopf*.
Ich machte einen kurzen Ausflug zur Bücherei, hier darf man Medien nur drei Wochen ausleihen anstatt vier. Hui, das ist schon ein ganz schöner Unterschied :D Man kann aber ebenso online verlängern, was ich auch kräftig nutze, aber irgendwann kann man ja auch mal was zurückgeben.
Mein Essrhythmus war heute völlig im Eimer. Ich hatte noch eine kleine Portion Reis im Kühlschrank, die verdrückte ich jetzt, bevor ich mich auf den Weg zum sonntäglichen Kick machte. Das ist ja schon fast wie zu Hause die Jungs früher... also mit dem sonntöglichen Kick. Nicht mit dem Reis.
Wir machten uns ein bisschen warm und stellten irgendwann fest - unsere Gegner waren ja noch gar nicht da? Zum Anpfiff standen wir immer noch alleine auf dem Feld, was bedeutete - Sieg. Ohne einen Tropfen Schweiß oder einen Schritt gelaufen zu sein. Na okay... wenigstens etwas. Es war noch das Team in der Halle, welches vor uns gespielt hatte, und die forderten uns jetzt auf, doch gegen sie zu spielen. Warum auch nicht... es gab einiges hin und her, ob man die Regeln umschmeißen sollte und mit Bande spielen oder mit mehr Personen auf dem Platz, schlussendlich entschieden wir uns für ein sechs gegen sechs mit normalen Regeln. Ich finde Bande in dieser Halle einfach doof, sie ist dafür nicht ausgelegt und hat teils Gitter an den Wänden, das verfälscht irgendwie alles nur.
Wir spielten einigeZeit munter vor uns hin. Es machte Spaß, wenn auch nicht übermäßig, unsere Gegner waren ein bisschen rabiat. Aber es hielt sich im Rahmen. Irgendwann aber stiegen auch die Schiedsrichterinnen ins Spiel ein und forderten unsere beiden Auswechselspieler ebenfalls dazu auf. Jetzt wurde es chaotisch, für acht gegen acht ist diese Halle einfach viel zu klein. Man wusste kaum noch, wohin mit dem Ball oder wer in wessen Team war... Das führte dazu, dass unser Torwart nach zwei Minuten die Lust verlor und das Feld verließ. Kann ich total verstehen, ich fands auch etwas doof, dass das jetzt plötzlich zu so einem offenen Spiel wurde.
Ich fands nicht okay, dass unsere Gegner das einfach so hinnahmen und meinten, dass die Halle jetzt ihnen gehört und sie mit der Zeit tun können was sie wollen - offiziell wars ja unsere Spielzeit. Dass sie einfach so über unsere Köpfe hinweg entschieden, was und mit wie vielen Spielern wir spielen war nicht gerade fair. Die Hälfte unsere Mannschaft verließ nach einem Gespräch das Spielfeld, ich zögerte noch etwas. Schließlich war ich schon mal hier... ein Blick auf die Uhr verriet mir aber dann, dass es vielleicht klug wäre, ebenfalls zu gehen. Schließlich war es schon neun, ich musste noch Heim, abendessen, Haare waschen und telefonieren. Und morgen war ja, trotz Columbus Day, wieder Uni! Also zog ich meine langen Sachen über die Sportkleidung und meine Schuhe an - und da geschah es. Peng! Schnürsenkel gerissen. Ich hatte ja schon erwartet, das das in den nächsten Wochen geschehen würde, aber so früh hatte ich nicht damit gerechnet. Na gut, dann eben den einen Schuh nicht binden... Ich packte meine sieben Sachen und lief aus der Halle, immerhin hatte ich dieses Mal geschwitzt. Wenigstens etwas.
Ein Blick auf mein kluges Handy verriet mir, dass mein Bus in drei Minuten kommen würde. Was nun? Die Entscheidung musste schnell fallen, und das tat sie auch - ich rannte los. Und rannte. Und kriegte den Bus auf der anderen Straßenseite dann tatsächlich noch, am Ende sogar relativ gechillt.
Ich beendete den Tag wie geplant - telefonieren, Haare waschen, essen und ab ins Bett. Ich fror heute abend aber merkwürdigerweise so sehr, dass ich mir einen Pulli zum schlafen anzog. Oh je, ich brauche wirklich bald ein langes Schlafanzugoberteil!

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