Freitag, 1. Juli 2011

Schlafende Studentin

Nein, nicht ich bin damit gemeint ;) Mal ausnahmsweise.
Dienstag habe ich endlich das Projekt "Bank" in Angriff genommen. Also trabte ich nach einem Routine-Arztbesuch ein bisschen weiter, um die nächste Filiale der "Deutschen Bank" aufzusuchen. Dort wurde ich gleich bedient, mir was zu trinken angeboten (bei der fürchterlichen Hitze am Dienstag sehr willkommen) und nach kurzer Wartezeit wurde ich in ein Beratungszimmer geführt. Da begann eine junge Frau auch sogleich, meine Daten in den Comuputer einzutippseln, um mir das neue "Junge Konto" anzulegen, mit dem ich dann kostenlos bei der "Bank of America" abheben darf. Gute Sache.
Nebenbei unterhielten wir uns etwas, ich erzählte, wofür ich das Konto brauchte, sie erzählte ein bisschen von ihrem eigenen Studium, das sie noch berufsbegleitend neben der Arbeit in der Bank absolvierte. Auch kamen wir auf das Thema Bachelor und Anwesenheitspflicht zu sprechen, wo sie dann offen und frei zugab, bei ihr sei das kein Problem - sie tauche meistens nicht auf. Kurz stutzte ich etwas ob der Tatsache, dass sie mir das so einfach erzählte - sollte sie nicht die seriöse Bankangestellte sein? Sie führte das dann weiter aus, der Job sei anstrengend, Freitag abend und Samstags dann noch an die Uni zu gehen sehr zermürbend. Meist schlafe sie dort eh ein - dann könne sie das gleich zu Hause tun. Spätestens da war sie mir irgendwie sympathisch. Nicht, dass ich schwänzen gut finde - nein, eher im Gegenteil, wie die Meisten wohl wissen. Aber irgendwie fand ich sympathisch, dass sie mir gegenüber ehrlich war und offen. Keine "seriöse Bankangestellte" spielte, die alles perfekt unter Kontrolle hat, sondern zugab, ein Mensch mit (Zeit)problemen zu sein. Andere wären da wohl eher pikiert gewesen oder irritiert, ich fand das... nett^^. Und menschlich. Und wenn sie in anderen Bankangelegenheiten genauso ehrlich ist finde ich das richtig super.
Am Ende bat sie mich noch, ihr später von meinen Erlebnissen in Kalifornien zu erzählen und verabschiedete sich. Alles in allem doch ein netter Bankbesuch!

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