Samstag, 2. Juli 2011

Alpträume und Ängste

Ja, jetzt werden die Ängste doch immer größer und größer. Nachdem ich in den letzten Tagen immer mehr meinen Verstand hinterfrage (Wie zum Vader konntest du dich auf so etwas einlassen? Ist dir nicht klar, dass du eigentlich ein ganz großer Angsthase bist?) hatte ich dann heute Nacht mal wieder einen fiesen Alptraum... Der sooo fies eigentlich gar nicht war. Immerhin hatte er zur Folge, dass ich nicht geflogen bin, was doch eigentlich das ist, was ich momentan will. Oder etwa doch nicht...?
Viel brauche ich von dem Traum nicht zu erzählen - eigentlich ging es die ganze Zeit nur darum, dass ich meinen Flug verpasste. Witzig, wie sich ein ganzer Traum damit beschäftigen kann. Jedenfalls war ich dann heute früh sehr verstört und panisch und machte mir sofort einen gedanklichen Haken, bloß nicht die Reisehülle für meinen Rucksack zu kaufen zu vergessen. Was mir nämlich im Traum auch passiert war. In der Realität wäre das nicht so schlimm, dann würde er gegen einen Aufpreis einfach eingeschweißt. Im Traum aber... Genau.

Mittlerweile rückt der Tag des Abflugs immer näher. Knapp mehr als ein Monat ist es nun nur noch hin. Seit gestern habe ich ernsthaft begonnen, mir Zimmer zu suchen - habe gerade aber keine Muße, viel darüber zu schreiben. Das ist wieder ein Aufreger-Thema für sich, und dafür habe ich gerade keinen Nerv ;) Schließlich habe ich am Montag meine Abschlussprüfungen in Studienfach Nummer zwei und stehe so ganz nebenbei auf der Bühne des Kammertheaters. Mit allem was da dazugehört - Verletzungen inklusive ;). Gut, dass ich momentan so beschäftigt bin, so können alle möglichen negativen Gedanken (in jeder Hinsicht meines Lebens) nicht so stark an mich rankommen. Und so wird der Abflugtag immer näher rücken, von mir unbemerkt und unabwendbar.
Ich bin andererseits immer noch wahnsinnig froh, dass ich das Abenteuer gewagt habe. Wie war das... mutig ist der, der seine Angst überwindet, oder? ;) Und Luke Skywalker hätte niemals die Galaxis gerettet, wenn er zu Hause auf Tatooine geblieben wäre.
Also bete ich einfach, dass alles gutgehen wird. Und meine Angst irgendwo zwischen Abflug, 1. Landung in Frankfurt und San Francisco verloren geht. Und das nächste halbe Jahr das unglaublichste, wundervollste, fantastischste und schönste meines Lebens wird.

Jawoll!

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